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Geschlechtergerechtigkeit und die Stärkung von Frauen mit Sehbehinderungen

Das ist das Ziel des Projektes GEAR, das der BSVÖ gemeinsam mit dem Schwedischen Blindenverband ins Leben gerufen hat. Nach einem Workshop im Herbst 2018 folgen eine europaweite Konferenz in Schweden sowie Workshops für Frauen mit Sehbehinderungen in Österreich 2020 und 2021.

AKTUELL: Österreichische Konferenz zum Thema Frauen mit Behinderungen

Von 12.-13. September 2019 findet die erste österreichweite Konferenz zum Thema Frauen mit Behinderungen statt. Die Konferenz des Kompetenzteams für Frauen mit Behinderungen des Österreichischen Behindertenrates freut sich über rege Teilnahme. Der BSVÖ ist im Rahmen des Projektes GEAR für die Session zum Thema "Geschlechtergerechtigkeit in Organisationen" verantwortlich. Ihr kostenloses Ticket und nähere Infos finden Sie hier: https://www.eventbrite.de/e/konferenz-frauen-mit-behinderungen-tickets-55691106599?fbclid=IwAR26yG0JZZPdXEv0ma0oc_AqACmbXWFjBCXXijUgueWAJnfjzol1n0_XkmI

Projekt GEAR

Europaweite Konferenz zu Geschlechtergerechtigkeit in Blinden- und Sehbehindertenorganisationen

Nach dem Workshop für Frauen in Leitungspositionen, der im Herbst 2018 in Wien stattfand, wurde im Juni 2019 der zweite Schritt des Projektes GEAR erfolgreich absolviert. Die Konferenz in Malmö bot rund 50 Teilnehmenden aus über 15 Ländern die Möglichkeit, sich über die Ungleichbehandlung von Frauen und Männern mit Sehbehinderung und Blindheit auszutauschen sowie konkrete Maßnahmen zu erarbeiten, die Geschlechtergerechtigkeit auf europäischer Ebene sowie in den einzelnen Organisationen anregen sollen.

Doppelte Diskriminierung

Dass auch Behinderung in den meisten europäischen Gesellschaften männlich ist, zeigt ein Blick in die Medien oder auf den Arbeitsmarkt. Blinde und sehbehinderte Frauen werden in beiden Bereichen wesentlich häufiger exkludiert und nehmen auch innerhalb der nationalen Blinden- und Sehbehindertenorganisationen nur selten Führungspositionen ein. Das Projekt GEAR versucht, dieser doppelten Diskriminierung entgegenzuwirken. Die Konferenz in Malmö war dabei ein wichtiger Schritt zur europaweiten Vernetzung. Neben der generellen Sichtbarmachung der Ungleichbehandlung zwischen blinden und sehbehinderten Frauen und Männern in der Gesellschaft allgemein, aber auch innerhalb von Blinden- und Sehbehindertenorganisationen, wurde auch das Thema Gewalt gegen Frauen diskutiert. Laut einer norwegischen Studie sind Frauen mit Sehbehinderung und Blindheit stärker von sexueller Gewalt betroffen als Frauen ohne Behinderung. Maßnahmen zur Gewaltprävention in der eigenen Organisation, wie etwa die Einrichtung einer Ombudsfrau, und die Auswirkungen der #metoo Debatte wurden ebenfalls vorgestellt.

Die Verbindung von Genderfragen mit der UN-Behindertenrechtskonvention sowie mit den Sustainable Development Goals wurden an Tag zwei vermittelt, ebenso praktischere Beispiele dafür, wie Gender- und Ermächtigungstrainings in den nationalen Organisationen aussehen könnten. Der nächste Schritt des Projektes folgt nämlich nächstes Jahr, wenn in Österreich, Schweden und anderen Ländern kostenlose Trainings für Mitglieder abgehalten werden. Nähere Informationen dazu folgen.

Ergebnisse - Malmö-Deklaration und Resolution an die Generalversammlung der Europäischen Blindenunion

Als besonderer Erfolg der Konferenz kann die Erarbeitung der so genannten Malmö-Deklaration gesehen werden, in der die Teilnehmenden ihre Forderungen zum Thema Geschlechtergerechtigkeit an die Europäische Blindenunion (EBU) formulierten. Die Deklaration wurde weiters auch in eine Resolution umgewandelt, welche auf der Generalversammlung der EBU im Herbst dieses Jahres eingereicht werden wird. Die zentralen Punkte der Deklaration sind die Einführung eines Quotensystems auf Leitungsebene sowie die Gründung einer Genderarbeitsgruppe, die Förderung von Trainings speziell für Frauen und der Einsatz finanzieller Ressourcen für Projekte, die Geschlechtergerechtigkeit fördern. Die Deklaration sowie die Resolution finden Sie weiter unten zum Download.

 

 

 

 

 

 

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