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Eurobanknoten barrierefrei und was die EBU damit zu tun hat

  • Eurobanknoten © BSVÖ

Damit Banknoten nicht nur haltbar und fälschungssicher, sondern auch barrierefrei sind, braucht es kundige Vermittler:innen. Die Europäische Blindenunion (EBU) sorgt seit den 1990ern dafür, dass Banknoten voneinander zu unterscheiden sind, auch wenn sie nicht visuell wahrgenommen werden können. Das ist notwendig, denn hätten Sie es gewusst: Die US-Dollar sind alle exakt gleich in Größe und Farbe und haben keine taktilen Kennzeichnungen …

Seit der Designphase des Euro in den 1990ern ist die EBU als Partner in Beratung und der barrierefreien Gestaltung der Banknoten in Kontakt mit der Europäischen Zentralbank (EZB).

Die Zusammenarbeit, die schon bei der ersten Banknotenserie sicherstellte, dass sowohl Münzen als auch Scheine taktil voneinander zu unterscheiden sind, setzte sich auch in der Entwicklung der zweiten Serie fort und bestand darüber hinaus aus Empfehlungen und auch praktischen Tests.

2023 bekam die EBU Besuch von Repräsentant:innen der EZB, um die Weiterentwicklung und die taktilen Designmerkmale zukünftiger Euro-Banknoten zu prüfen und ihre Expertise einzubringen.

Designelemente wie unterschiedliche Größen, kontrastreiche Farben, große Wertzahlen und taktile Druckelemente sollen die Bestimmbarkeit der jeweiligen Banknote erheblich verbessern.

Die EBU ist auch in die Gestaltung der neuen Eurobanknoten mit eingebunden, über deren Design momentan noch abgestimmt werden kann. Braille soll als Element auf allen Scheinen enthalten sein – ein wichtiger Schritt, wie Lars Bosselmann, Exekutivdirektor der EBU, betont. Nicht nur hat dies den Vorteil der taktilen Erkennbarkeit, auch würden mit der weiten Verbreitung der Braille-Elemente Menschen in ganz Europa und darüber hinaus mit Braille in Berührung kommen und für die barrierefreie Punktschrift sensibilisiert werden.

Der BSVÖ setzt sich als Mitglied der EBU für finanzielle Sicherheit und umfangreiche Barrierefreiheit ein, um selbstständige und sichere Zahlungsvorgänge zu ermöglichen. Dazu zählt aber nicht nur das Bargeld - auch muss sichergestellt sein, dass bargeldloses Zahlen möglich ist, ohne durch Barrieren daran gehindert zu werden, wie es im Moment bei mobilen Zahlungsgeräten oft der Fall ist. Der BSVÖ plädert darum dafür, dass vor der Anschaffung eines Zahlungsterminals immer auch darauf geachtet wird, ob es barrierefrei bedienbar ist. Wir stehen Ihnen für Rückfragen jederzeit zur Verfügung! 

 

Das EBU-Gespräch mit Lars Bosselmann finden Sie hier:

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