Das klingt gut! #a11y Techies erkundet die Welt der Audiospiele!
In der neuesten Folge von #a11y Techies spricht Kristoff Nijs, ein blinder Entwickler aus Belgien, über die Barrierefreiheitsaspekte, die bei der Entwicklung von Audiospielen für blinde und sehbehinderte Menschen berücksichtigt werden sollten.
Einfachheit und guter Klang sind eine unschlagbare Kombination bei der Gestaltung von Audiospielen.
In dieser Folge von #a11y Techies spricht Kristof, ein blinder Entwickler aus Belgien, über die Entwicklung barrierefreier Audio- und Lernspiele für blinde und sehbehinderte Menschen.
Kristof begann seine Laufbahn zunächst als Webentwickler. Aus der Anfrage einer blinden Person, Hilfe beim Erlernen des Tastschreibens zu erhalten, entstand die Idee für einen barrierefreien Online-Schreibkurs. Später wechselte er zur Entwicklung von Apps für iPhone und iPad und programmierte unter anderem Mathematik-, Memory-, Renn-, Sudoku- und Suchspiele. Aktuell arbeitet er an einer Binär-Rätsel-App.
Für ihn sind Einfachheit und hochwertiger Klang die wichtigsten Merkmale eines guten Audio-Spiels. Er setzt konsequent auf standardisierte Bedienelemente und die integrierten Bedienungshilfen der Betriebssysteme. Da er selbst blind ist, berücksichtigt er Barrierefreiheit von Beginn an. Zusätzlich testet eine Gruppe freiwilliger Nutzerinnen und Nutzer – darunter blinde, sehbehinderte, autistische und ältere Menschen – seine Anwendungen und gibt Feedback.
Bei der Entwicklung seiner Mathematik-App folgt Kristof dem **KISS-Prinzip („Keep It Stupid Simple“) **: Die Bedienung soll möglichst einfach sein. Motivierendes Audio-Feedback bei richtigen oder falschen Antworten sowie visuelle Rückmeldungen sorgen dafür, dass die App sowohl für blinde als auch für sehende und sehbehinderte Kinder attraktiv ist.
Zum Abschluss betont Kristof die Bedeutung von Zusammenarbeit, um inklusive Bildungsangebote weiterzuentwickeln. Sein Unternehmen möchte verstärkt mit Partnern zusammenarbeiten, insbesondere für Übersetzungen und Sprachaufnahmen, da diese für den europäischen Markt entscheidend, aber kostenintensiv sind.

