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DANOVA NEXT. Strategien für Barrierefreiheit im öffentlichen Verkehr

Um die Barrierefreiheit des öffentlichen Verkehrs entlang des Donaustroms zu erhöhen, entwickelte das EU-Projekt DANOVA Next ganzheitlich ansetzende Strategien. In einem Video des slowenischen Projektpartners wird nun vorgestellt, welche Maßnahmen umgesetzt wurden, um sichere und selbstständige Mobilität für alle zu fördern. Zum Video: 

s">Video Pill for Urban Public Transport - Pilot Activities implemented within the DANOVA NEXT Project

 

 

DANOVA NEXT ist ein europäisches Kooperationsprojekt im Rahmen des Interreg-Donauraumprogramms, das darauf abzielt, den Verkehr für Menschen mit Behinderungen und Personen mit eingeschränkter Mobilität (Persons with Reduced Mobility, PRM) barrierefreier zu gestalten. Das Projekt baut auf den Ergebnissen des Vorgängerprojekts DANOVA auf und verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der sowohl die physische Infrastruktur als auch digitale Informations- und Kommunikationssysteme umfasst. Im Fokus stehen Flughäfen, Häfen und weitere Verkehrsknotenpunkte im Donauraum, die durch gemeinsame Strategien, Pilotmaßnahmen und digitale Lösungen besser zugänglich gemacht werden sollen.

 

Transkript zum Video:

 

STÄDTISCHER ÖFFENTLICHER VERKEHR
Pilotmaßnahmen im Rahmen des DANOVA NEXT-Projekts im urbanen öffentlichen Verkehr

Gemeinde Maribor

Maribor ist die zweitgrößte Stadt Sloweniens. Im Rahmen des DANOVA NEXT-Projekts wurde die Barrierefreiheit für alle Nutzerinnen und Nutzer des öffentlichen Verkehrs am zentralen Busbahnhof verbessert.

An den Fahrkartenschaltern wurden Gegensprechanlagen mit Induktionsschleifen installiert, um die Kommunikation für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen zu erleichtern. Zur Verbesserung der physischen Zugänglichkeit der Ticket- und Informationsdienste wurde zudem ein abgesenkter Schalter eingerichtet.

Auch die digitale Barrierefreiheit wurde erhöht: Die Website des Verkehrsbetriebs Marprom wurde überarbeitet und um Inhalte der DANOVA NEXT-App ergänzt.

An allen Pilotstandorten fanden Workshops, Beratungen und Schulungen des Personals gemeinsam mit Nutzerinnen und Nutzern statt. Dadurch wurde sichergestellt, dass die entwickelten Lösungen in enger Zusammenarbeit mit den Endanwendern entstanden und langfristig wirksam bleiben.

Agnes Kojc: „Die Kommunikation am Bahnhof ist jetzt deutlich einfacher, die Fortbewegung wurde erleichtert, und das Reisen ist unabhängiger und sorgenfreier geworden.“


Öffentlicher Verkehr Bratislava

Der Verkehrsbetrieb Dopravný podnik Bratislava hat in jüngster Zeit mehrere Projekte zur Verbesserung der Reisezugänglichkeit für Menschen mit Behinderungen umgesetzt.

Durch die Modernisierung der virtuellen Haltestellenanzeige werden genauere und bessere Informationen zu Abfahrtszeiten bereitgestellt. Fahrgäste können Haltestellen und einzelne Bahnsteige direkt über ihr mobiles Endgerät auswählen und sind dabei nicht auf Sprachassistenten angewiesen.

Die neue Website von Dopravný podnik Bratislava wird entsprechend dem Standard WCAG 2.2 entwickelt, um eine bessere digitale Barrierefreiheit zu gewährleisten. Dank hoher Farbkontraste ist sie leicht zu bedienen, enthält Alternativtexte und ist mit Screenreadern kompatibel.

Neue Fahrkartenautomaten wurden mit Kommunikationssystemen ausgestattet, die beim Ticketkauf unterstützen. In naher Zukunft sollen weitere dieser Automaten an zusätzlichen Standorten installiert werden.

Mithilfe von Treppensteigern wird die Zugänglichkeit der Verkaufsstellen verbessert. Dadurch werden diese auch für Kundinnen und Kunden mit eingeschränkter Mobilität besser nutzbar.


Czech Smart City Cluster

Die tschechische Hauptstadt Prag ist nicht nur reich an historischem Erbe, sondern auch ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt. Täglich nutzen fast drei Millionen Passagiere die Verkehrsinfrastruktur der Stadt.

Der Czech Smart City Cluster entwickelte drei Pilotlösungen zur Unterstützung eines barrierefreien Verkehrs.

Am Prager Hauptbahnhof wurden zwölf Induktionsschleifen an den Ticket- und Informationsschaltern der Tschechischen Bahn installiert. Sie verbessern die Kommunikation zwischen hörbeeinträchtigten Fahrgästen und dem Personal.

In Zusammenarbeit mit ELSA CTU und dem Teiresias-Zentrum der Masaryk-Universität in Brünn wurden taktile Karten für vier wichtige Verkehrsknotenpunkte in Prag und Pilsen erstellt. Diese erleichtern Menschen mit Sehbeeinträchtigungen die Orientierung.

Die dritte Pilotlösung ist die Softwareanwendung WheelApp, die unter www.wheelapp.cz verfügbar ist. Sie unterstützt Menschen mit körperlichen Behinderungen dabei, sicherere und besser zugängliche Routen zu planen.

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