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BSVÖ im Fokus: Wunderwerk Auge. Muskelkraft und Wasserspiel

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 Nur ein Fünftel des gesamten Auges ist auch wirklich sichtbar, der Rest liegt im Verborgenen. In der knöchernen Augenhöhle liegt das Auge und wird von ganz schön starken und schnellen Muskeln bewegt…und dann ist da noch der Glaskörper. Wir haben uns das interessante Zusammenspiel aus Muskeln und Masse genauer angesehen…

Ordentliche Muckis

Die Bewegungen unserer Augen werden von speziellen Muskeln gesteuert, den sogenannten Augenmuskeln. Sie sorgen dafür, dass wir unseren Blick blitzschnell in verschiedene Richtungen bewegen, bewegte Objekte verfolgen und mit beiden Augen gleichzeitig auf denselben Punkt schauen können. Ohne diese Muskeln wäre scharfes und räumliches Sehen nicht möglich.

Jedes Auge besitzt sechs äußere Augenmuskeln, die den Augapfel bewegen. Vier davon verlaufen gerade um das Auge herum und werden deshalb als gerade Muskeln bezeichnet. Zwei weitere verlaufen schräg und heißen schräge Muskeln. Diese Muskeln arbeiten ständig eng zusammen. Einige bewegen das Auge nach oben, unten, links oder rechts, während andere Drehbewegungen ermöglichen und den Blick stabilisieren. Die Bewegungen müssen dabei äußerst präzise abgestimmt sein. Schon kleine Abweichungen können dazu führen, dass beide Augen nicht mehr exakt denselben Punkt fixieren und dadurch Doppelbilder oder Probleme beim räumlichen Sehen entstehen.

Keine Muskeln, aber Masse

Der Glaskörper ist eine durchsichtige, gelartige Masse im Inneren des Auges. Er füllt den Raum zwischen der Augenlinse und der Netzhaut aus und macht den größten Teil des Augapfels aus. Seine wichtigste Aufgabe besteht darin, dem Auge Stabilität zu verleihen und die empfindliche Netzhaut von innen zu stützen. Er besteht zu etwa 98 bis 99 Prozent aus Wasser. Damit er trotzdem eine gelartige Konsistenz besitzt, enthält er zusätzlich feine Kollagenfasern und spezielle Moleküle wie Hyaluronsäure. Diese Stoffe binden große Mengen Wasser und sorgen dafür, dass der Glaskörper elastisch und durchsichtig bleibt.

Der Glaskörper besitzt keine Blutgefäße und keine Nerven. Er wird indirekt über die umliegenden Strukturen des Auges versorgt.

Der Glaskörper erfüllt mehrere wichtige Aufgaben im Auge. Er stabilisiert die Form des Augapfels und hilft dabei, die empfindliche Netzhaut an ihrer Position zu halten. Gleichzeitig ermöglicht seine durchsichtige, gelartige Struktur, dass Licht ungehindert bis zur Netzhaut gelangen kann. Darüber hinaus wirkt der Glaskörper wie ein Stoßdämpfer und schützt das Auge vor Erschütterungen und mechanischen Belastungen. Damit scharfes Sehen möglich bleibt, muss der Glaskörper vollkommen durchsichtig sein. Schon kleine Trübungen können als störende Schatten oder Punkte im Sichtfeld wahrgenommen werden.

Ersetzbar

Bei schweren Erkrankungen kann der Glaskörper operativ entfernt werden. Dieser Eingriff heißt Vitrektomie. Dabei wird der Glaskörper durch eine spezielle Flüssigkeit oder ein Gas ersetzt, damit das Auge seine Form behält. Später bildet das Auge teilweise wieder eigene Flüssigkeit nach.

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