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DANOVA NEXT. Eine gemeinsame Strategie für barrierefreien Verkehr im Donauraum

DANOVA NEXT ist ein internationales EU-Projekt zur Verbesserung der Barrierefreiheit im Verkehrssystem des Donauraums. Das Projekt baut auf dem erfolgreichen Vorgängerprojekt DANOVA auf und wird im Rahmen des Programms INTERREG-DANUBE 2021–2027 durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert. Ziel ist es, Menschen mit Behinderungen und eingeschränkter Mobilität einen gleichberechtigten, sicheren und selbstbestimmten Zugang zu Verkehrsmitteln und Reiseinformationen zu ermöglichen. Der BSVÖ übernimmt innerhalb des Projekts eine zentrale Vermittlungsfunktion zwischen Nutzer:innen und Forschung und beteiligt sich formal wie auch organisatorisch. Das Motto des BSVÖ "Gemeinsam mehr sehen" wird auch hier zur Grundlage der Arbeit. Die unter den Projektpartnern erarbeitete Strategie zeigt eine gemeinsame Richtung und Möglichkeiten, Maßnahmen zur Barrierefreiheit effektiv umzusetzen. 

Abbau von Barrieren im Verkehr im Donauraum

Die Strategie für barrierefreien Verkehr im Donauraum wurde im Rahmen des Projekts DANOVA NEXT entwickelt, um die Herausforderungen von Menschen mit Behinderungen im öffentlichen Verkehr gezielt anzugehen. Ziel der Strategie ist es, den aktuellen Stand der Barrierefreiheit in der Region sichtbar zu machen, bestehende Unterschiede und Defizite zu identifizieren und konkrete Maßnahmen zur Verbesserung vorzuschlagen. Gleichzeitig dient sie als praxisorientierter Leitfaden für politische Entscheidungsträger, Verkehrsbetreiber und weitere Beteiligte, damit barrierefreie und inklusive Verkehrssysteme besser umgesetzt und grenzüberschreitend abgestimmt werden können.

Die Empfehlungen der Strategie basieren auf den Ergebnissen zahlreicher Aktivitäten innerhalb des DANOVA-NEXT-Projekts. Dazu gehörten gemeinsame Diskussionen, Brainstormings und internationale Arbeitsgruppentreffen. Beteiligt waren Vertreter von Verkehrseinrichtungen, Organisationen von Menschen mit Behinderungen, lokale Behörden, Fachleute aus Technik- und Innovationsunternehmen sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Gemeinsam wurden Ideen und Maßnahmen gesammelt, wie Verkehrseinrichtungen vollständig zugänglich gestaltet werden können.

Bedeutung für den Donauraum

Der Donauraum ist durch große Unterschiede zwischen den beteiligten Ländern geprägt. Diese betreffen den wirtschaftlichen Entwicklungsstand, die soziale Teilhabe und die Qualität der Verkehrsinfrastruktur. Dadurch entstehen erhebliche Herausforderungen für eine gleichberechtigte Mobilität. Zu den wichtigsten Problemen zählen fehlende einheitliche Standards für Barrierefreiheit über Ländergrenzen hinweg, eine uneinheitliche Umsetzung europäischer Vorgaben sowie mangelndes Bewusstsein, fehlende Investitionen und unzureichende Schulungen des Personals. Für Menschen mit Behinderungen führen diese Unterschiede häufig zu Hindernissen im Alltag und erschweren eine selbstbestimmte Mobilität.

Beitrag der Strategie zur Verbesserung der Barrierefreiheit

Die DANOVA-NEXT-Strategie bietet einen gemeinsamen Rahmen, um die Barrierefreiheit im Verkehrssystem der Region systematisch zu verbessern. Sie stärkt die Zusammenarbeit zwischen den Ländern und unterstützt dabei, lokale und nationale Maßnahmen stärker an den Zielen der Europäischen Union auszurichten. Für politische Entscheidungsträger liefert sie Empfehlungen, wie Barrierefreiheit in die Stadt- und Regionalplanung integriert werden kann. Verkehrsunternehmen erhalten konkrete Hinweise zur Modernisierung ihrer Infrastruktur entsprechend europäischer Standards. Organisationen, die Menschen mit Behinderungen vertreten, bekommen zudem fundierte Daten und Argumente, um politische Veränderungen voranzutreiben.

Die Strategie orientiert sich außerdem an den Zielen der europäischen Behindertenstrategie 2021–2030 sowie der Strategie für nachhaltige und intelligente Mobilität. Dadurch besitzt sie nicht nur regionale, sondern europaweite Relevanz.

Warum ist das für Menschen mit Behinderungen in Europa bedeutsam?

Für Menschen mit Behinderungen in Europa ist die Strategie besonders wichtig, weil Mobilität eine grundlegende Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe ist. Nur wenn Verkehrssysteme barrierefrei gestaltet sind, können Menschen unabhängig reisen, arbeiten, studieren oder soziale Angebote nutzen. Gerade in Europa, wo Reisen und grenzüberschreitende Mobilität eine große Rolle spielen, führen unterschiedliche Standards häufig zu Unsicherheit und Einschränkungen.

Die Strategie trägt dazu bei, diese Unterschiede zu verringern und gleiche Chancen für Menschen mit Behinderungen zu fördern. Sie unterstützt den Gedanken eines inklusiven Europas, in dem alle Menschen unabhängig von körperlichen oder sensorischen Einschränkungen selbstbestimmt unterwegs sein können. Langfristig stärkt sie damit nicht nur die Rechte von Menschen mit Behinderungen, sondern verbessert die Lebensqualität und soziale Teilhabe vieler Bürgerinnen und Bürger in Europa insgesamt.

Weiterführend

DANOVA NEXT Webseite: https://interreg-danube.eu/projects/danova-next/results/62

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