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DanovaNext – finales Treffen der Projektpartner:innen in Prag

  • DANOVA NEXT © BSVÖ

Achtzehn Projektpartner:innen aus elf Ländern entlang des Donaustroms, neue Maßnahmen zur Barrierefreiheit und eine regionale App, die sichere und selbstbestimmte Mobilität fördert – das EU-Projekt DANOVA NEXT kommt zu seinem Ende. Am 7.5.2026 fand das finale Treffen der Projektpartner:innen in Prag statt. Der BSVÖ, der seit Beginn des erfolgreichen Vorläuferprojekts DANOVA federführend involviert war, nahm an der Abschlussveranstaltung teil.

Barrierefreies Reisen verbindet

Sicher und selbstbestimmt von A nach B zu kommen ist nicht für alle Menschen möglich. Vor allem dann nicht, wenn Barrierefreiheit nicht in den Reisestrukturen verankert ist. Das betrifft physische und bauliche Elemente ebenso wie digitale Strukturen. Das DANOVA-Projekt wurde ins Leben gerufen, um ebenjene Barrieren abzubauen – und das über Landesgrenzen hinaus.

DANOVA NEXT, wohin die Reise ging

Konkret verfolgte DANOVA NEXT drei Hauptziele:

  • Erstens die Entwicklung eines strategischen Rahmens für barrierefreien Verkehr in der Donauregion,
  • zweitens den Aufbau eines intelligenten Netzwerks für digitale Barrierefreiheitsdaten im Transportbereich und
  • drittens die Erprobung innovativer Dienstleistungen und Anwendungen, die die Zugänglichkeit von Verkehrsknotenpunkten verbessern sollen. Dazu gehören unter anderem digitale Anwendungen, barrierefreie Informationssysteme und neue Services, die individuell auf unterschiedliche Bedürfnisse abgestimmt sind.   

Die Rolle des BSVÖ

Der Blinden- und Sehbehindertenverband Österreich (BSVÖ) spielte von Anfang an innerhalb des Projekts eine zentrale fachliche Rolle. Bereits im ursprünglichen DANOVA-Projekt war der BSVÖ maßgeblich inhaltlich und schließlich auch organisatorisch beteiligt. Auch in DANOVA NEXT konnte der BSVÖ seine Expertise in den Bereichen Barrierefreiheit, Nutzerbedürfnisse und inklusive Mobilität einbringen. Der BSVÖ vertrat dabei vorrangig die Perspektive blinder und sehbehinderter Menschen und arbeitete daran, dass digitale und physische Verkehrsinfrastrukturen tatsächlich nutzbar und zugänglich gestaltet werden. Dabei beteiligte sich der BSVÖ unter anderem an der Entwicklung und Bewertung von Schnittstellenanforderungen für die DANOVA-NEXT-App sowie an der Konzeption barrierefreier Informations- und Kommunikationssysteme. Darüber hinaus unterstützte der Verband die Sensibilisierung und Schulung von Verkehrsbetrieben und deren Mitarbeitenden im Umgang mit Menschen mit Behinderungen. Eine enge Zusammenarbeit mit dem österreichischem Projektpartner Wirtschaftsuniversität Wien (WU) war ein bedeutender und zukunftsweisender Schritt im Erkennen und Abbauen von Hindernissen, die ein sicheres Reisen verhindern. Im Rahmen des Abschlusstreffens präsentierte Manuel Tuscher der WU Wien die Ergebnisse der Events und Programme, die im Rahmen des Projekts erfolgreich stattgefunden haben.

Projektende mit Blick in die Zukunft

Das nahende Ende des Projekts markiert zwar einen bedeutenden Punkt der länderübergreifenden Zusammenarbeit, nicht aber auch das Ende der Arbeit am Abbau von Barrieren. Der BSVÖ wird zukünftig von den gewachsenen Partnerschaften profitieren und die Gemeinschaft dazu nutzen, weiterhin in enger Zusammenarbeit grenzübergreifend an Barrierefreiheit und Inklusion zu arbeiten. Barrierefreies Reisen bedeutet nicht nur individuelle sichere Mobilität, sondern stellt darüber hinaus auch eine zentrale Voraussetzung für Chancengleichheit, Teilhabe und Demokratie dar, für Werte also, die dem Blinden- und Sehbehindertenverband Österreich und seinen Landesorganisationen eingeschrieben sind.

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