Mehr Chancen auf Arbeit: 125 Organisationen fordern EU-Garantie für Menschen mit Behinderungen

Arbeit © BSVÖ
Mehr Chancen auf Arbeit: 125 Organisationen fordern EU-Garantie für Menschen mit Behinderungen
Arbeits- und Ausbildungschancen sollen Teil der EU-Strategie für die Rechte von Menschen mit Behinderungen werden
125 Organisationen – darunter auch der Blinden- und Sehbehindertenverband Österreich (BSVÖ) – fordern von der Europäischen Kommission eine neue „Disability Employment and Skills Guarantee“, also eine EU-weite Garantie für bessere Arbeits- und Ausbildungschancen für Menschen mit Behinderungen. In einem gemeinsamen Schreiben wird gefordert, dass diese Initiative Teil der neuen EU-Strategie für die Rechte von Menschen mit Behinderungen wird, die im Mai vorgestellt werden soll.
Zahlen belegen die große Ungleichheit
Hintergrund ist die nach wie vor große Ungleichheit am Arbeitsmarkt: in der EU sind nur 52,7 % der Menschen mit Behinderungen beschäftigt, während es bei Menschen ohne Behinderungen 76,7 % sind. Gründe dafür sind unter anderem fehlende Barrierefreiheit am Arbeitsplatz, mangelnder Zugang zu unterstützenden Technologien und geringere digitale Kompetenzen. Die Organisationen fordern daher gezielte EU-Förderungen, um den Zugang zu regulären Jobs, Ausbildungen und Trainings zu verbessern, notwendige Anpassungen am Arbeitsplatz zu finanzieren und Qualifikationen besser sichtbar zu machen. Gleichzeitig soll sichergestellt werden, dass bestehende Unterstützungsleistungen für Menschen mit Behinderungen nicht verloren gehen.
Gleiche Chancen für mehr Wachstum
Yannis Vardakastanis, Präsident des Euopäischen Behindertenforums, betont: „Diese Garantie ist ein entscheidender Schritt, um faire Chancen für Menschen mit Behinderungen in der Arbeitswelt zu schaffen. Wenn Europa wettbewerbsfähig sein will, müssen alle die gleichen Möglichkeiten haben, sich einzubringen.“
Dem können wir nur zustimmen. Ob unsere Forderungen in die EU-Strategie für die Rechte von Menschen mit Behinderungen aufgenommen werden, wird sich zeigen. Wir informieren Sie jedenfalls wie gewohnt an dieser Stelle über alle Entwicklungen.
Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier
