Formular für Anfragen

Newsletter Anmeldung

Louis Braille Quiz am Louis Braille Tag!

  • Braille Quiz © BSVÖ

Happy Birthday, Louis Braille! 2025 gab es ein besonderes Jubiläum zu feiern: 200 Jahre Brailleschrift und bestimmt haben Sie schon vieles über den berühmten Entwickler der Punktschrift erfahren. Aber sind Sie auch ein richtiger Profi?

Testen Sie Ihr Wissen in unserem Louis-Braille-Quiz! Aber Vorsicht…die Fragen haben es in sich!

 

Wir beginnen ganz locker mit einer Aufwärmrunde:

Frage 1:
Wann und wo wurde Louis Braille geboren?


Antwort:
Er wurde am 4. Januar 1809 in Coupvray bei Paris, Frankreich geboren.

 

Frage 2:
Wie wurde Louis Braille blind?


Antwort:
Im Alter von drei Jahren stach er sich in der Sattler-Werkstatt seines Vaters aus Versehen mit einem Messer ins Auge. Die Verletzung entzündete sich und übertrug sich später auch auf das andere Auge, was zu einer vollständigen Erblindung führte.

 

Frage 3:
Weshalb ist die 13 in Louis Brailles Fall eine Glückszahl?


Antwort:
Mit 13 Jahren kam Louis Braille mit taktilen Schriftsystemen in Kontakt und begann an seiner Idee zu feilen, ein eigenes Schriftsystem zu entwickeln: Die Grundlage der Brailleschrift war gelegt!

Aufwärmen ist vorbei, es wird kniffliger!

Frage 4:
Wie viele Punkte nutzt die Brailleschrift, um Buchstaben und Zeichen darzustellen?


Antwort:
Die Brailleschrift verwendet in Regel sechs taktile Punkte in drei Zeilen und zwei Spalten. So können in unterschiedlichen Kombinationen das Alphabet und weitere Zeichen dargestellt werden.

 

Frage 5:

Welche Rolle spielte das Pariser Blindeninstitut in Louis Brailles Leben und warum war es für seine Entwicklung so entscheidend?

 

Antwort:
Das Königliche Institut für junge Blinde in Paris ermöglichte Louis Braille erstmals eine systematische Bildung. Dort lernte er Lesen, Schreiben und Musik. Gleichzeitig erlebte er die Schwierigkeiten der damals üblichen erhabenen Buchstabenschrift. Diese Erfahrungen motivierten ihn, ein eigenes, effizienteres Schriftsystem zu entwickeln, das speziell auf die Bedürfnisse blinder Menschen zugeschnitten war.

 

 

Kopfnüsse, die nur noch Profis knacken können!

 

Frage 6:

Warum war das Schriftsystem von Charles Barbier zwar eine wichtige Inspiration für Louis Braille, aber für den Alltag blinder Menschen ungeeignet?

 

Antwort:
Charles Barbiers Schriftsystem, die sogenannte „Nachtschrift“, wurde ursprünglich für Soldaten entwickelt, um Nachrichten im Dunkeln zu lesen. Es bestand aus 12 Punkten und war dadurch sehr kompliziert und schwer ertastbar. Außerdem war es nicht auf die Struktur der normalen Schriftsprache abgestimmt. Louis Braille erkannte diese Schwächen und reduzierte das System auf sechs Punkte, wodurch es einfacher, schneller und alltagstauglich wurde.

 

Frage 7:

Für wie viele Sprachen wird die Brailleschrift heute weltweit genutzt?

Antwort:
Die Brailleschrift wird heute in über 130 verschiedenen Sprachen verwendet. Sie wurde an viele unterschiedliche Schriftsysteme angepasst – nicht nur für Sprachen mit dem lateinischen Alphabet, sondern auch für solche mit anderen Schriftsystemen –, sodass blinde Menschen in vielen Regionen der Welt in ihrer Muttersprache lesen und schreiben können.

 

 

Frage 8:

Warum stieß die Brailleschrift zu Lebzeiten von Louis Braille zunächst auf Ablehnung, selbst an Blindenschulen?

 

Antwort:
Viele Lehrer waren sehende Pädagogen, die die Brailleschrift selbst nicht lesen konnten und sie deshalb als unnötig oder zu kompliziert empfanden. Zudem hielten einige Verantwortliche an den traditionellen erhabenen Buchstaben fest. Dadurch wurde Brailles System erst Jahrzehnte nach seinem Tod offiziell anerkannt, obwohl es für blinde Menschen deutlich praktischer war.

 

Frage 9:

Welche Bedeutung hatte die Brailleschrift über das reine Lesen und Schreiben hinaus?

 

Antwort:
Die Brailleschrift ermöglichte blinden Menschen erstmals Unabhängigkeit im Bildungs- und Berufsleben. Sie konnten selbstständig lesen, schreiben, Musiknoten erfassen und später sogar mathematische und wissenschaftliche Inhalte lernen. Damit trug Braille entscheidend zur gesellschaftlichen Teilhabe blinder Menschen bei.

 

Frage 10:

Wer steht hinter der World Braille Usage und was wird hier dokumentiert?

 

Antwort:
World Braille Usage wird von mehreren internationalen Organisationen herausgegeben. Die Perkins School for the Blind koordiniert und führt das Projekt, gemeinsam mit der National Library Service for the Blind and Print Disabled der Library of Congress sowie dem International Council on English Braille (ICEB). UNESCO war an früheren Ausgaben beteiligt und legte die Grundlage für die internationale Braille-Standardisierung. Diese Zusammenarbeit stellt sicher, dass die Brailleschrift-Codes für viele Sprachen weltweit dokumentiert und verfügbar gemacht werden

 

Bonusfrage!

 

Frage 11:

Welche Bedeutung hat die Brailleschrift heute im Zeitalter digitaler Hilfsmittel wie Screenreader und Sprachausgabe, und warum ist sie weiterhin unverzichtbar?

 

Antwort:
Trotz moderner Technologien wie Screenreadern und Sprachassistenten bleibt die Brailleschrift von zentraler Bedeutung. Sie ermöglicht blinden Menschen aktives Lesen und Schreiben, statt Informationen nur auditiv zu konsumieren. Dadurch werden Rechtschreibung, Grammatik und Textverständnis gefördert, was besonders für Bildung und Beruf wichtig ist. Außerdem erlaubt die Brailleschrift diskretes Lesen, etwa bei persönlichen Notizen oder Prüfungen. Digitale Braillezeilen verbinden heute klassische Brailleschrift mit moderner Technik und zeigen, dass sie nicht durch digitale Medien ersetzt, sondern sinnvoll ergänzt wird.

 

Ergebnis:

1-3 richtige Antworten

Sie sind am richtigen Weg und wissen schon einmal, wer Louis Braille war! Bleiben Sie am Ball und erfahren Sie bei uns mehr über die Auswirkungen, die die Erfindung der Punktschrift für Inklusion und Barrierefreiheit hatte!

Jeden Montag im Jänner berichten wir im BSVÖ Fokus über die Evolution der Brailleschrift!

5 – 10 richtige Antworten

Sie kennen sich schon richtig gut aus können anderen von Louis Braille und seiner Invention erzählen, ohne die wichtigsten Eckpunkte auszulassen! In unserer Fokusreihe, die jeden Montag erscheint, erfahren Sie aber bestimmt noch den einen oder anderen Fakt, der Sie überraschen wird…

Mehr als 10

Wir gratulieren! Sie sind ein wahrer Profi und man kann Ihnen nur schwer das Wasser reichen! Jetzt ist es wohl an der Zeit, dass Sie sich daran machen, eine Biografie von Louis Braille zu schreiben, damit wir noch etwas von Ihnen lernen können!

 

zurück