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BSVÖ: Testamentspenden – Vergissmeinnicht für ein Danach

  • Vergissmeinnicht © BSVÖ

Am 17.4.2024 war es wieder so weit, „Danke“ zu sagen. Mit Vergissmeinnicht – der Initiative für das gute Testament wurde all jenen gedankt, die mit ihrer Testamentspende einen großen Beitrag dazu geleistet haben, Spendenorganisationen in Österreich zu unterstützen.

Ihre Testamentspende in besten Händen

Wer sich dazu entschließt, Vermögen an gemeinnützige Organisationen zu vererben, übernimmt somit einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag der Nächstenliebe und Solidarität.  

Auch der Blinden- und Sehbehindertenverband Österreich und seine sieben spendenbasierten Landesorganisationen bedanken sich auf diesem Weg bei allen Spender:innen, die sich dazu entschlossen haben, über Ihren Abschied hinaus Gutes zu tun und den Verband finanziell zu unterstützen. Ihre Spenden werden gewissenhaft verwaltet und fließen in Maßnahmen, die Selbstbestimmtheit, Chancengleichheit und Inklusion in Österreich fördern. 

Wenn Sie sich für eine Testamentspende interessieren, informieren wir Sie gerne! 

Alle Landesorganisationen des BSVÖ finden Sie hier auf einen Klick: www.bsv-austria.at 

Hier geht es zu Vergissmeinnicht - der Initiative für das gute Testament: Die Initiative für das gute Testament in Österreich: Vergiss mein nicht

Ein Dankeschön an alle Spender:innen

(Text: Presseaussendung Vergissmeinnicht)

 

Im vergangenen Jahrzehnt hat sich das Aufkommen an testamentarischen Spenden in Österreich mehr als verdoppelt. In rund 2.000 Testamenten pro Jahr sind gemeinnützige Vereine als Erben oder Vermächtnisnehmer eingesetzt. Laut Hochrechnung des Fundraising Verband Austria haben Testamentsspenden im Vorjahr 110 Mio. Euro für gemeinnützige Hilfsprojekte von Organisationen eingebracht. Jeder zehnte Spendeneuro stammt somit bereits aus einem Testament. Für diesen unverzichtbaren gesellschaftlichen Beitrag sagten Österreichs Spendenorganisationen heute im Schlosspark Schönbrunn gemeinsam Danke und pflanzten symbolisch Vergissmeinnicht-Pflanzen.

Spendenzwecke im letzten Willen zu verankern, liegt international im Trend. Die demographische Entwicklung hin zu mehr Ein Personen- und kinderlosen Haushalten hat in zahlreichen Ländern dazu geführt, dass kontinuierlich mehr Menschen – neben Verwandten, Freundinnen und Freunden – einen Teil ihres Vermögens auch gemeinnützigen Anliegen widmen. In Großbritannien stammt bereits über ein Viertel des gesamten Spendenaufkommens aus Vermächtnissen. 7% aller britischen Testamente weisen NPOs als Erben auf, ebenso viele sind es in Australien. Unter den österreichischen Testamenten sind in 1-2% gemeinnützige Zwecke verankert. Laut Kalkulation von „Vergissmeinnicht“, einer Initiative des Fundraising Verband Austria, resultierten daraus im Vorjahr neuerlich über 100 Mio. Euro an Spenden.

„Ob Kinderhilfe, Pflege, Forschung und Wissenschaft oder Tier- und Umweltschutz, Vermächtnisse für den guten Zweck stellen mittlerweile eine der tragendsten Stützen des Dritten Sektors in Österreich dar. Viele gesellschaftliche Projekte könnten ohne diese wertvollen Mittel nicht finanziert werden“, betont Vergissmeinnicht-Leiter Markus Aichelburg. „Stellvertretend für den gesamten Sektor, möchten wir für dieses unverzichtbare Spendenengagement der Menschen in Österreich im Rahmen ihres letzten Willens herzlich Danke sagen“, so Ruth Williams, Geschäftsführerin Fundraising Verband Austria, anlässlich der heutigen Vergissmeinnicht-Dankesaktion im Schlossgarten Schönbrunn, der mit blühenden Vergissmeinnicht-Pflanzen bereichert wurde.

Interesse in der Bevölkerung verdoppelt

Die vom Fundraising Verband Austria ins Leben gerufene Initiative Vergissmeinnicht hat es sich zur Aufgabe gemacht, in Zusammenarbeit mit der Notariatskammer kostenlos und neutral darüber zu informieren, wie mit einem gemeinnützigen Vermächtnis über das Leben hinaus Gutes getan werden kann und was dabei in der Testamentsgestaltung zu beachten ist. Seit ihrer Gründung 2012 ist nicht nur das Spendenaufkommen kontinuierlich gewachsen, auch das Interesse in der Gesamtbevölkerung hat sich deutlich gewandelt, weiß Markus Aichelburg: „2012 konnten sich nur 8% der über 40- jährigen Menschen im Land eine Testamentsspende persönlich vorstellen. Heute ist fast jede fünfte Person offen dafür, so das Ergebnis unserer jüngsten Studie.“ Besonders groß ist das Interesse laut der im Frühjahr 2024 durchgeführten Umfrage (2.000 Befragte) unter kinderlosen Personen. Rund ein Drittel von ihnen kann sich eine Testamentsspende vorstellen.

Spendende möchten über den Tod hinaus Gutes tun

Tendenziell vererben Testamentsspenderinnen und -spender hierzulande moderate Vermögen zwischen 50.000 und 100.000 Euro. Zu über 90% stammen die bereits geleisteten Vergissmeinnicht – Die Initiative für das gute Testament Fundraising Verband

Testamentsspenden von alleinstehenden und kinderlosen Personen. „Daneben bemerken wir aber, dass sich auch immer mehr Menschen mit Nachkommen bewusst als Familie dafür entscheiden, einen Teil des Vermögens bestimmten gemeinwohlorientierten Organisationen zu vermachen“, gibt Ruth Williams Einblick. Unter den persönlichen Beweggründen dominiert der Wunsch, den Samen für etwas Sinnstiftendes hinterlassen zu können: 56% der Interessierten möchten auch nach ihrem Ableben Gutes bewirken. 38% nennen den persönlichen Bezug zu einer bestimmten Organisation als Grund und 36% möchten nicht, dass ihr Vermögen nach dem Tod an den Staat geht, sondern selbst entscheiden, was damit passiert. Besonders gerne wird der Tierschutz testamentarisch bedacht, gefolgt von den Bereichen Gesundheit, Pflege und Soziales sowie Hilfe für Kinder und Jugendliche.

Testamentsspenden wirken in allen gemeinnützigen Bereichen

Mittel aus Erbschaften finanzieren sowohl laufende NPO-Projekte als auch völlig neue Hilfsangebote. Sie entfalten ihre Wirkung quer durch alle gemeinnützigen Bereiche, unter anderem bei der Hilfe für bedürftige Kinder, wie Sylvia Karl, Betreuerin private Förderer und Partner SOS Kinderdorf,

festhält: „Die Unterstützung, die SOS-Kinderdorf durch Testamentsspenderinnen und -spender erfährt, ist zu einem wichtigen Standbein für unser Engagement geworden und gibt benachteiligten Kindern und Jugendlichen eine Chance auf eine positive Zukunft. Mit großzügigen Testamentsspenden konnten viele erfolgreiche Projekte für Kinder umgesetzt werden, sowohl in Österreich als auch weltweit. Ein herzliches Danke für das Vertrauen!“

Missio – Päpstliche Missionswerke in Österreich bringt testamentarische Spenden hingegen für hunger- und notleidende Menschen in den ärmsten Ländern der Welt zum Einsatz: „Eine Testamentsspende an Missio Österreich bietet die große Chance, noch einmal etwas ganz Großes in den Ländern des globalen Südens zu bewirken. Durch ihre Großzügigkeit schenken unsere Spendenden den Ärmsten der Armen über den Tod hinaus Würde, Hoffnung und Perspektive. Mit einer Testamentsspende können wir eine Region mit Wasser versorgen, Schulen bauen und auf diese Weise Gefängnisse schließen. Unseren Spenderinnen und Spendern im Himmel sei Dank“, so Marcel Urban, Erbschaft & Testamente Päpstliche Missionswerke in Österreich.

Über die Initiative „Vergissmeinnicht“

100 Mitglieder-Organisationen aus den Bereichen Soziales, Tier- und Umweltschutz bis hin zur Kulturförderung sind Teil der Initiative Vergissmeinnicht. Sie verbindet die Überzeugung, dass man mit einem Vermächtnis für den guten Zweck nachhaltig positive Spuren hinterlassen kann. Mit einem umfassenden Serviceangebot (u.a. Vergissmeinnicht-Erbrechtsratgeber, digitaler Testamentsrechner, Online-Notarvideos) und kostenlosen Veranstaltungen klären sie seit 2012 über das Erbrecht und die Anforderungen an ein Testament auf. Der Informationsbedarf ist nach wie vor groß: Nur 31% der Personen über 40 haben bereits ein Testament gemacht. 50% bezeichnen sich als wenig bis gar nicht über das Erbrecht informiert.

 

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