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PARVIS: Das Recht auf persönliche Mobilität

  • Parvis Mobilität © PARVIS

Der Sommer neigt sich langsam dem Ende zu, viele Menschen kommen aus dem Urlaub zurück, waren mit dem Zug, dem Bus oder anderen Verkehrsmitteln unterwegs. Genau darum, um das Recht blinder und sehbehinderter Bürger_innen auf persönliche Mobilität, geht es im neuen Informationsvideo, erstellt  im Rahmen der Kommunikationsinitiative PARVIS von der Europäischen Blinden Union (EBU) in Kooperation mit etlichen Partnerorganisationen, gefördert von der Europäischen Union.

Persönliche Mobilität

Die Basis für die Forderungen sind im Artikel 20 der UN-Behindertenrechtskonvention zu finden. Dieser gibt vor, dass  Vertragsstaaten wirksame Maßnahmen treffen müssen, um für Menschen mit Behinderungen persönliche Mobilität mit größtmöglicher Selbstbestimmung sicherzustellen, indem sie unter anderem die persönliche Mobilität von betroffenen Menschen in der Art und Weise und zum Zeitpunkt ihrer Wahl und zu erschwinglichen Kosten erleichtern.

Wichtig ist hierbei auch, dass diejenigen die Mobilitätshilfen, Geräte und unterstützende Technologien herstellen, dazu ermutigt werden alle Aspekte der Mobilität von Menschen mit Behinderungen zu berücksichtigen.

Was heißt das insbesondere für blinde und sehbehinderte Menschen?

  • Die meisten blinden und viele sehbehinderten Menschen verfügen nicht über ein ausreichendes Restsehvermögen, um sich sicher und unabhängig mit Hilfe ihres Sehvermögens fortbewegen zu können. Sie müssen daher alternative Techniken erlernen, die den kinästhetischen, taktilen und auditiven Sinn, sowie das Restsehvermögen, nutzen. Dazu gehört unter anderem die Verwendung eines "Langstocks", eines Blindenhundes, von Sehhilfen und/oder elektronischen Mobilitätshilfen und globalen Positionierungssystemen. Das heißt es muss sichergestellt werden, dass blinde und sehbehinderte Menschen, die eine Mobilitätsschulung bzw. Schulungen im Umgang mit den Hilfsmitten benötigen, diese von professionell qualifiziertem Fachpersonal erhalten können.
  • Viele blinde und sehbehinderte Menschen sind finanziell nicht in der Lage, die vollen Kosten für Mobilitätshilfen wie z.B. einem aus hochtechnischen Materialien hergestellten Langstock, einer elektronische Mobilitätshilfe oder einen Blindenhund zu tragen. Daher muss Unterstützung für die Bereitstellung, Instandhaltung, Reparatur und Wartung von Mobilitätshilfen gewährleistet werden.
  • Der weiße Stock ist in den meisten, wenn auch nicht allen europäischen Ländern als Symbol für Blindheit anerkannt. Für blinde und sehbehinderte Menschen ist es wichtig, dass der weiße Stock diese Bedeutung bekommt, da dies zur Sicherheit blinder und sehbehinderter Reisender beiträgt und darauf hinweist, dass die betreffende Person unter Umständen Hilfe benötigt.

Auch in den nachhaltigen Entwicklungszielen, Ziel 11 „Nachhaltige Städte und Gemeinden“, finden wir unter Punkt zwei die Forderung nach der Umsetzung von erschwinglichen und nachhaltigen Verkehrssystemen. Durch den Ausbau des öffentlichen Verkehrs, unter besonderer Berücksichtigung der Bedürfnisse von Menschen in prekären Situationen, Frauen, Kindern, Menschen mit Behinderungen sowie älteren Menschen, sollen zugängliche und nachhaltige Verkehrssystemen für alle geschaffen und die Verkehrssicherheit verbessert werden.

Video online

Video PARVIS "Das Recht auf zugängliche Information" auf YouTube:


Weiterführende Links

UN-Behindertenrechtskonvention Webseite des Sozialministeriums: https://www.sozialministerium.at/Themen/Soziales/Menschen-mit-Behinderungen/UN-Behindertenrechtskonvention.html)

Webseite der Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs): https://unric.org/de/17ziele/

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