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PARVIS: Das Recht auf zugängliche Informationen

Neues Video online!

  • Screenshot aus PARVIS Informationsvideo © PARVIS

Im Rahmen der Kommunikationsinitiative PARVIS von der Europäischen Blinden Union (EBU) in Kooperation mit etlichen Partnerorganisationen, gefördert von der Europäischen Union, ist ein neues Informationsvideo erschienen. In diesem zweiten Video geht es um das Recht blinder und sehbehinderter Menschen auf zugängliche Informationen.

Barrierefreier Informationszugang

Als Basis für die Forderungen dient der Artikel 21 der UN-Behindertenrechtkonvention. Dieser besagt, dass alle Vertragsstaaten, Österreich gehört dazu, geeigneten Maßnahmen zu treffen haben, um sicherzustellen, dass Menschen mit Behinderungen das Recht auf freie Meinungsäußerung und Meinungsfreiheit ausüben können, einschließlich der Freiheit, Informationen und Ideen gleichberechtigt mit anderen zu suchen, zu empfangen und weiterzugeben, und zwar durch alle Formen der Kommunikation ihrer Wahl.

Was heißt das insbesondere für blinde und sehbehinderte Menschen?

Die Möglichkeit, öffentlich zu kommunizieren und auf Informationen zuzugreifen, ist von entscheidender Bedeutung, damit jede europäische Bürgerin und jeder Bürger ein integrierter und aktiver Teil der Gesellschaft sein kann.

  • Die Bereitstellung von Informationen, die für die breite Öffentlichkeit bestimmt sind, muss für blinde und sehbehinderte Menschen in zugänglichen Formaten zeitgerecht und ohne zusätzliche Kosten erfolgen.
  • Die Möglichkeit, eines oder mehrere Formate zu nutzen, die für blinde und sehbehinderte Menschen geeignet sind, hängt von mehreren Schlüsselfaktoren ab:
  1. Fähigkeiten, die in Ausbildung, Habilitation oder Rehabilitation erworben und anschließend praktisch angewendet werden.
  2. Bereitstellung von Ausrüstung, Schulung zu deren Verwendung, Wartung und Reparatur.
  3. Die Bereitschaft und Fähigkeit von Einzelpersonen und Organisationen, interaktiv in einem Format zu kommunizieren, das gelesen oder in eine lesbare Form gebracht werden kann.
  4. Die Verfügbarkeit von Informationen, z.B. über das Internet in einer für blinde und sehbehinderte Menschen unter Verwendung der verfügbaren assistiven Technologie zugänglichen Form.
  • Es ist besonders wichtig, dass die Übermittlung und der Austausch von Informationen und Korrespondenz vertraulicher oder persönlicher Art, beispielsweise zu Gesundheits-, Personen- oder Rechtsangelegenheiten, mit blinden und sehbehinderten Menschen in den individuell gewählten Formaten erfolgt. Die Verwaltung von Formatierungs- oder Transkriptionsdiensten oder -einrichtungen muss die absolute Vertraulichkeit dieser Informationen gewährleisten und wirksam schützen; blinde und sehbehinderte Menschen haben die gleichen Rechte auf Vertraulichkeit wie alle anderen.

Basis für die Forderungen nach zugänglichen Informationen sind des Weiteren auch die Nachhaltigen Entwicklungsziele, konkret das Ziel 16.10 - „Den öffentlichen Zugang zu Informationen gewährleisten und die Grundfreiheiten schützen, im Einklang mit den nationalen Rechtsvorschriften und völkerrechtlichen Übereinkünften“.

Video online

Video PARVIS "Das Recht auf zugängliche Information" auf YouTube:

Weiterführende Links

UN-Behindertenrechtskonvention Webseite des Sozialministeriums: https://www.sozialministerium.at/Themen/Soziales/Menschen-mit-Behinderungen/UN-Behindertenrechtskonvention.html)

Webseite der Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs): https://unric.org/de/17ziele/

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