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Gegen falsch abgestellte E-Scooter: Kampagne in Innsbruck sensibilisiert

  • E-Roller Bewusstseinskampagne © Agentur für Zeitreisen

Mit den wärmeren Tagen werden auch sie wieder mehr: E-Scooter, die in Österreichs Hauptstädten eine schnelle Mobilität ermöglichen sollen. Aber was für die einen ein praktisches Mittel ist, um rasch voranzukommen, ist für die anderen ein geräuscharmes Gefährt, das Mobilität einschränkt. Denn: falsch abgestellt wird der Elektroroller zur gefährlichen Stolperfalle. Der Blinden- und Sehbehindertenverband Österreich sowie seine sieben Landesorganisationen setzen sich österreichweit für einen sicheren und aufmerksamen Umgang mit E-Scootern ein. Die Kampagne der Stadt Innsbruck setzt nun ein weiteres wichtiges Zeichen für ein gefahrloses und respektvolles Miteinander.

Videos für mehr Aufmerksamkeit

In einer Bewusstseinskampagne geht die Stadt Innsbruck nun gegen unbedacht abgestellte E-Scooter vor und erklärt in kurzen Videos, weshalb es wichtig ist, Elektroroller korrekt zu parken.

„Mit dieser Kampagne wollen wir an die Bevölkerung appellieren, mehr Rücksicht beim Abstellen der Roller mit Elektroantrieb oder anderen Fortbewegungsmittel walten zu lassen. Wer einen E-Scooter auf dem Boden liegen sieht, hilft anderen, wenn sie oder er ihn wieder ordnungsgemäß aufstellt“, so Stadträtin Mag.a Elisabeth Mayr, die auch für die Agenden des Behindertenbeirates zuständig ist. 

Die Videos, die in Zusammenarbeit eines Visual-Effects-Designers und eines Illustrators entstanden sind, zeigen kurzweilig, wie es richtig geht und worauf man beim Abstellen der Roller aufpassen muss. Der Rollerfahrer ist ein pelziges Wesen, das sich rot oder grün färbt – je nachdem, ob der Scooter richtig oder falsch geparkt wurde. Zu sehen sind die Spots an verschiedenen Stellen im öffentlichen Raum, wie z.B. auf Infobildschirmen von Straßenbahnen und Bussen.

Sicher: nicht im Weg!

Falsch abgestellte Elektroroller können für alle Verkehrsteilnehmer_innen und Passant_innen zum Stolperstein werden. Ob quer über den Gehsteig, vor Haustüren und Geschäftseingängen, in KFZ-Parkplätzen oder mitten auf öffentlichen Plätzen abgelegt; Elektroroller, die nicht dort geparkt werden, wo sie stehen sollen (ordentlich an Fahrradständern oder auf Gehsteigen, die mindestens zweieinhalb Meter breit sind), kosten Nerven und werden im schlimmsten Fall zu einer gefährlichen Stolperfalle. Für blinde und sehbehinderte Fußgänger_innen ist es ganz besonders wichtig, dass das taktile Leitsystem frei von Hindernissen wie etwa den abgestellten Rollern ist. Michael Berger, Verkehrsreferent des BSVÖ in Tirol, setzt sich großem Engagement vor Ort dafür ein.

Die Kampagne der Stadt Innsbruck zeigt einfach verständlich und auf locker-humorvolle Art und Weise, wie es geht und setzt so ein wichtiges Zeichen für ein aufmerksames Miteinander und Verkehrssicherheit für alle.

Weiterführende Links

Bericht über die Kampagne der Stadt Innsbruck: „Humorvoll Barrieren überwinden“: https://www.ibkinfo.at/humorvoll-barrieren-ueberwinden

Videos mit Audiodeskription:

https://vimeo.com/530895738

 Videos ohne Audiodeskription https://vimeo.com/530767317


BSVÖ: Informationen zum Gremium für Mobilität und Infrastruktur (GMI): https://www.blindenverband.at/de/schwerpunkte/barrierefreiheit/82/Mobilitaet-und-Verkehrssicherheit

BSVÖ: Stellungnahmen und Positionspapiere des GMI: https://www.blindenverband.at/de/information/stellungnahmen

BSV Wien, Niederösterreich und Burgenland: Initiative RückSicht: "Elektro-Roller und Fahrräder rücksichtsvoll abstellen": https://www.blindenverband-wnb.at/wissenswertes/verkehr/initiative-ruecksicht/

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