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Internationale Zusammenarbeit

Gemeinsam mehr sehen - und das über die Landesgrenze hinaus!

Das Referat für Internationale Zusammenarbeit des BSVÖ engagiert sich auf europäischer Ebene und in internationalen Projekten für die Rechte und die gleichberechtigte Teilhabe blinder und sehbehinderter Menschen. 

Durch die Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen in Europa werden Erfahrungen ausgetauscht, innovative Lösungen entwickelt und gemeinsame Positionen vertreten. Internationale Vernetzung schafft Fortschritt: Sie stärkt die Interessenvertretung, fördert den Wissenstransfer und trägt dazu bei, Barrieren abzubauen und Standards nachhaltig zu verbessern.

Zunehmende globale Interdependenzen, die abnehmende Bedeutung nationalstaatlicher Grenzen sowie Österreichs Einbindung in die Europäische Union (EU) machen eine international ausgerichtete Arbeit des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Österreich unabdingbar.

Gemeinsam mit 40 anderen nationalen Blinden- und Sehbehindertenorganisationen Europas ist der BSVÖ Mitglied der Europäischen Blindenunion (EBU) und darüber hinaus auf globaler Ebene in der Weltblindenunion (WBU) organisiert.

Aufgaben

Wir halten kontinuierlich Kontakt zur EBU und WBU mit dem Ziel, europäische und globale Entwicklungen für blinde und sehbehinderte Menschen in Österreich nutzbar zu machen und zugleich die österreichischen Interessen im internationalen Raum zu vertreten. Kernkompetenz liegt auch in der Umsetzung für von der EU geförderte Projekte mit Beteiligung des BSVÖ.

Ziele

  • Internationale Entwicklungen nutzbar machen: Europäische und globale Fortschritte zugunsten blinder und sehbehinderter Menschen sollen nach Österreich übertragen werden.
  • Vertretung österreichischer Interessen: Wir bringen die Anliegen blinder und sehbehinderter Menschen aus Österreich auf europäischer und internationaler Ebene ein.
  • Internationale Vernetzung: Zusammenarbeit mit Organisationen weltweit, um Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Interessen zu fördern.

Kontakt

Mag.a Stefanie Steinbauer, BBA
Email: international(at)blindenverband.at
Telefon: +43 1 982 75 84-204

DANOVA - Barrierefreie Häfen, Flughäfen und Bahnstationen im Donauraum

Gemeinsam mit 17 Partnerorganisationen aus dem Donauraum arbeitet der BSVÖ im Rahmen des EU-Projektes DANOVA an einem europäischen Konzept für barrierefreies Reisen für blinde und sehbehinderte Menschen. Das Konzept wird detaillierte Strategien für die Gestaltung von Häfen, Flughäfen und Bahnstationen enthalten, sowie eine gezielte Schulung der dort beschäftigten MitarbeiterInnen. Die beteiligten Länder sind neben Österreich Kroatien, Slowenien, Slowakei, Ungarn, Bulgarien, Montenegro  und Tschechien.

DANOVA – Innovative Transportdienstleistungen für blinde und sehbehinderte Menschen in der Donauregion

DANOVA ist ein länderübergreifendes Projekt, das vom Interreg Danube Transnational Programm, einem Unterprogramm des European Territorial Cooperation Programms der Europäischen Union, co-finanziert wird. Das Ziel des Projektes ist die Verbesserung der Barrierefreiheit von Flughäfen, Häfen, Zug- und Busstationen für blinde und sehbehinderte Menschen, indem eine Reihe neuer Dienstleistungen und Kompetenzen entwickelt werden, damit der volle Zugang zu allen Transportleistungen und Informationsdiensten gewährleistet wird. Das Projekt hat eine Laufzeit von 30 Monaten (1. Juli 2020 – 31. Dezember 2022) und ein Gesamtbudget von of 2.192.546,66 Euro und bringt Partner aus 9 Ländern zusammen, die motiviert sind an barrierefreien Transportleistungen zu arbeiten.

In Europa gibt es mehr als 30 Millionen blinde und sehbehinderte Menschen die nicht selbständig reisen können, da mehr als 96 % des europäischen Transportsystems, speziell in der Donauregion, nach wie vor nicht vollständig barrierefrei für Personen mit visueller Beeinträchtigung ist. Viele blinde und sehbehinderte Reisende finden es extrem schwierig, und manchmal schlicht unmöglich, herkömmliche Transportmittel wie Flugzeuge, Züge oder städtische Verkehrsmittel zu nutzen. Die Gründe dafür sind vielfältig: blinde und sehbehinderte Passagiere haben keinen gleichberechtigten Zugang zu aktuellen visuellen oder schriftlichen Informationen über den Verkehr; Personal ist oft nicht geschult um entsprechende Hilfestellung zu geben oder mit blinden und sehbehinderten Passagieren zu kommunizieren; es fehlt an angemessener barrierefreier Infrastruktur; Unterschiede zwischen nationalen Gesetzgebungen bezüglich Barrierefreiheit existieren in den einzelnen Ländern usw. In der gesamten Donauregion gibt es einen gesteigerten Bedarf an neuen Dienstleistungen, welche das Umfeld von Transporteinrichtungen inklusiver und zugänglicher machen und wo blinde und sehbehinderte Reisende gleichberechtigt behandelt werden.

DANOVAs Ziel ist es, diesen Bedarf zu decken indem verschiedene konkrete und greifbare Ergebnisse durch einen integrativen und länderübergreifenden Ansatz erarbeitet werden, nämlich:

  • eine international Untersuchung von best practice Lösungen, die auf den Donauraum angewendet werden können;
  • eine Kapitalisierungsstrategie, die Entscheidungsträger dabei unterstützt, die gefundenen Lösungen in effizienter Weise zu übernehmen;
  • die Einbeziehung von Stakeholdern in den Designprozess eines neuen länderübergreifenden, vollständig barrierefreien Transportsystems für blinde und sehbehinderte Reisende innerhalb des Donauraums;
  • das Testen innovativer Lösungen in den beteiligten Gebieten;
  • das Training von Personal, wie sie die neuen Dienstleistungen anwenden und wie sie blinde und sehbehinderte Reisende am besten unterstützten und Informationen kommunizieren können.

Das Konsortium der 14 Partner wird geleitet vom Flughafen Dubrovnik (Kroatien). Das Konsortium ist sehr ausgewogen in Bezug auf Flughäfen, Häfen, Forschungsinstitutionen, lokale Entscheidungsträger_innen und Blinden- und Sehbehindertenorganisationen und beinhaltet folgende Partner: Flughafen Bratislava, Flughafen Budapest, Centre for Budapest Transport, Universität Maribor, Bulgarian Association for Transfer and Technology Innovation, Kroatische Blindenunion, Dubrovnik Port Authority, Gemeinde Maribor, Flughafen Montenegro, Hafen von Kotor, Internationaler Flughafen Sarajevo, Moldawischer Blindenverband und natürlich den BSVÖ. Zusätzlich dazu gibt es noch 4 assoziierte Partner: Slowakischer Blinden- und Sehbehindertenverband, Flughafen Ljubljana, Civil Aviation Authority of the Republic of Moldova und DEX Innovation Centre.

Nähere Informationen online:

Web:http://www.interreg-danube.eu/approved-projects/danova

FB:https://www.facebook.com/Interreg-DANOVA-100215245178279/

Instagram:https://www.instagram.com/interregdanova/

 

Projektdetails:

Projektnummer: 543

Projektbeginn: 01.07.2020

Projektende: 31.12.2022

Gesamtbudget: 2.192.546,66 Euro

ERDF Beitrag: 1.739.970,00 Euro

IPA II Beitrag: 362.130,00 Euro

ENI-MD Beitrag: 90.446,66 Euro

DANOVA Abschlusskonferenz am 15. Dezember 2022 in Wien!

Seit 2020 arbeitet ein Konsortium von 14 Partner:innen in 9 europäischen Ländern daran, die Zugänglichkeit von Flughäfen, Seehäfen, Bahnhöfen und Busstationen für blinde und sehbehinderte Menschen zu verbessern, indem die Partner:innen eine Reihe von neuen Dienstleistungen und Kompetenzen entwickeln, die es blinden und sehbehinderten Menschen ermöglichen, vollen Zugang zu allen Verkehrsinformationen, Einrichtungen und Dienstleistungen zu erhalten.

Nun freuen wir uns, die Abschlusskonferenz am 15. Dezember in Wien ankündigen zu dürfen. Auf der Konferenz sollen die Ergebnisse des Interreg Projektes zu innovativen Transportdienstleistungen für blinde und sehbehinderte Fahrgäste im Donauraum präsentiert werden. Darüber hinaus möchten wir mit internationalen Expert:innen verschiedenste Themengebiete rund um den barrierefreien Verkehr und dessen aktuelle wie zukünftige Herausforderungen diskutieren.  

 

Kontakt
Projektleitung: Mag. Stefanie Steinbauer
Email: international(at)blindenverband.at
Telefon: 0664 140 11 77

DANOVA NEXT

Das Projekt "DANOVA NEXT" ("Smart transport network for accessibility for passengers with disabilities and reduced mobility in the Danube region through innovative services") wurde zur Finanzierung im Rahmen des grenzüberschreitenden Kooperationsprogramms INTERREG-DANUBE 2021-2027 bewilligt, das aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen der Europäischen Territorialen Zusammenarbeit finanziert wird, die Unterstützung zwischen den Ländern des Donauraums bietet.

Die Ziele

Das übergeordnete Ziel des "DANOVA NEXT"-Projekts ist die Verbesserung der Barrierefreiheit des Verkehrs im Donauraum für alle Menschen mit Behinderungen (Seh-/Hörbehinderungen und Menschen mit eingeschränkter Mobilität) durch die Stärkung von Innovation und Technologietransfer zur Schaffung neuer maßgeschneiderter innovativer Dienstleistungen und die Bereitstellung vollständig zugänglicher digitaler Reiseinformationsdienste (DTIS) durch die Schaffung eines intelligenten Netzwerks zwischen Flughäfen, Häfen und lokalem Stadtverkehr.

Das DANOVA NEXT-Projekt definiert drei spezifische Ziele:

  • Entwicklung eines strategischen Rahmens für barrierefreien Verkehr in der Donauregion
  • Schaffung eines intelligenten Verkehrsnetzes für Daten zur digitalen Verfügbarkeit
  • Erprobung innovativer Dienstleistungen zur Verbesserung der Zugänglichkeit von Verkehrsknotenpunkten in der Donauregion
  • Die Realisierung des DANOVA NEXT-Projekts wird erwartet durch:
  • die Entwicklung von Lösungen für die Bereitstellung von Diensten, die in hohem Maße an die Art der Behinderung jedes einzelnen Nutzers angepasst sind
  • die Entwicklung einer Lösung für die Bereitstellung eines Dienstes, der für Benutzer unabhängig von der Art der Behinderung zugänglich ist (DTIS), mit Hilfe innovativer visueller oder akustischer Formate.

Die Partner

Das Projektkonsortium besteht aus 16 Partnern und 2 assoziierten Partnern: 5 Flughäfen (Dubrovnik, Sarajevo, Flughäfen von Montenegro, Budapest, Flughafen Chisinau), 2 Seehäfen (Pula und Kotor), 3 städtische Verkehrsbetriebe (Stadtverwaltung von Maribor, öffentliche Verkehrsbetriebe von Bratislava und tschechischer Smart City Cluster), 3 technische Partner (Rumänischer Nationaler Verband der Gehörlosen, Blinden- und Sehbehindertenverband Österreich, Kroatische Vereinigung von Menschen mit Behinderungen), 3 Forschungspartner (Universität Maribor, Wirtschaftsuniversität Wien, Bulgarische Vereinigung für Technologie- und Innovationstransfer) und 2 assoziierte Partner (Ombudsmann für Menschen mit Behinderungen in Kroatien und das Ministerium für Verkehr und maritime Angelegenheiten in Montenegro).

Die Daten

Die Umsetzung des Programms wird vom Joint Secretary mit Sitz in Budapest, Ungarn, koordiniert. Das Projekt DANOVA NEXT (PROJECT ID: DRP0200298) ist eine Fortsetzung des DANOVA-Projekts, das im Rahmen des INTERREG-DANUBE-Programms 2014-2020 erfolgreich durchgeführt wurde. DANOVA NEXT begann am 1. Januar 2024 und hat eine Laufzeit von 30 Monaten bis zum 30. Juni 2026. Die Kick of-Sitzung des DANOVA NEXT-Projekts fand am 22. Februar 2024 in Dubrovnik statt.

Die Zahlen

Das Gesamtbudget des Projekts beläuft sich auf 2.622.400 EUR, wovon der Betrag der Kofinanzierung mit Zuschüssen aus dem Programm INTERREG DUUNAV 2021-2027 durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bei einer Kofinanzierungsrate von 80% liegt, d.h. 2.097.920 EUR.

Bei Fragen zum Projekt wenden Sie sich gerne an die österreichische Projektleitung unter international(at)blindenverband.at*

Gemeinsam mehr Reisen

Gemeinsam mit dem BSVÖ auf Inklusivreisen gehen! Von Gran Canaria über Tansania - hier erfahren Sie die Welt mit allen Sinnen.

Gran Canaria im April 2027 – Gemeinsam mehr Reisen mit dem BSVÖ

Auch nächstes Jahr geht es wieder nach Gran Canaria – mit dem Reiseprojekt des BSVÖ in Kooperation mit Columbus Reisen. Und wir haben noch mehr geplant: ab Herbst 2027 nehmen wir auch Marokko mit in unser Programm. Alle Infos dazu gibt es demnächst.

Gran Canaria - Eine Woche für alle Sinne

Köstliche Tapas, traumhafte Strände, lokale Handwerkskunst und vieles mehr - lassen Sie sich von Gran Canaria verzaubern! Wir starten in der Hauptstadt Las Palmas, wo eine Stadtbesichtigung, eine urige Fisch Taverna und Live Musik am Programm stehen. Dann geht es weiter in den Süden, an den Strand und in die malerische Dünenlandschaft. Wir nehmen Sie mit auf eine kulinarische Tour ins Umland, verkosten Hochprozentiges in einer Rum Brennerei und reiten auf Kamelen durch die Dünen. Natürlich dürfen lokale Märkte oder Zeit für Entspannung an Pool und Strand nicht fehlen. Auf der gesamten Reise werden Sie von einer deutschsprachigen Reiseleitung betreut.

Reisedatum:

3. bis 10. April 2027

Voraussichtlicher Preis:

pro Person im Einzelzimmer inklusive Flug, Hotels, Stornoversicherung und Ausflügen € 2.685, -

Begleitpersonen:

Gerne vermitteln wir nach Verfügbarkeit eine geschulte Begleitperson für Ihre Reise. Sie können sowohl eine Begleitperson für sich allein (1:1) oder bei entsprechender Nachfrage eine Begleitperson gemeinsam mit einem anderen Teilnehmenden (1:2) buchen. Bitte kontaktieren Sie uns bei Bedarf rechtzeitig.

Vorläufiges Programm

Tag 1: Anreise in die Hauptstadt Las Palmas
Tag 2: Freier Vormittag, geführte Stadtbesichtigung, Ausklang in einer Tapas-Bar
Tag 3: Ganztägige kulinarische Tour im TUI
Tag 4: Ganztägiger Ausflug zu den Highlights des Landes und Transfer in den Süden
Tag 5: Sanddünen von Maspalomas und freier Nachmittag
Tag 6: Ausflug zum großen Markt von Puerto Mogan und freier Nachmittag
Tag 7: Kamel Safari in einer Oase im großen Canyon von Gran Canaria und Ausflug zu einer kleinen Aloe Vera Farm
Tag 8: Heimreise

Inkludierte Leistungen:

  • Flüge ab Wien mit Austrian Airlines, inkl. 23kg Aufgabegepäck + Handgepäck
  • Transfer Flughafen – Las Palmas
  • 3 Nächte in Las Palmas inkl. Frühstück
  • Geführte Stadtbesichtigung Las Palmas
  • Ganztagesausflug (max. 8 Stunden) im TUI Reisebus laut Programm
  • Transfer Las Palmas  – Maspalomas
  • 4 Nächte in Maspalomas inkl. Halbpension
  • Ganztagesausflug (max. 8 Stunden) Kulinarische Tour im TUI Reisebus laut Programm
  • Kamelritt + Wanderung in den Dünen von Maspalomas
  • Transfer Maspalomas – Flughafen Las Palmas
  • Deutschsprachige Reiseleitung ab Wien

 

Nicht inkludierte Leistungen:

  • Nicht angeführte Mahlzeiten sowie alle Getränke
  • Persönliche Ausgaben
  • Reisekosten für die Begleitperson

 

Wir freuen uns schon auf unser nächstes spanisches Abenteuer und hoffen, dass Sie mit uns reisen! Für Fragen und nähere Informationen kontaktieren Sie bitte international(at)blindenverband.at oder 0664 140 11 77. Und unseren Reisebericht vom April 2026 finden Sie hier.

Über das Projekt "Gemeinsam mehr Reisen"

Unsere ersten Reisen führten uns nach Ungarn, Slowenien, Kroatien, Italien, Malta sowie ins Waldviertel. Von Operetten über die Verkostung regionaler Köstlichkeiten, Badeausflüge und Besuche regionaler Sehenswürdigkeiten - es war für alle Reisenden mit Blindheit oder Sehbehinderung etwas dabei. Das größte Abenteuer bisher war allerdings unsere erste Fernreise, die uns im Februar 2020 ins südliche Afrika, nach Tansania und Sansibar, führte. Hier geht's zum Reisebericht.

Wir würden uns freuen, wenn auch Sie mit uns gemeinsam mehr Reisen wollen! Nähere Informationen erhalten Sie unter international(at)blindenverband.at oder unter 01/982 7584 204. 

LEGO® Braille Bricks

Der BSVÖ ist exklusiver Österreich Partner der LEGO Foundation. Auf dieser Seite finden Sie alle Informationen zum LEGO® Braille Bricks Projekt.

Spielerisch lernen mit den LEGO® Braille Bricks

Das pädagogische Konzept hinter den mit Braille Punkten versehenen bunten Steinchen ist der so genannte Learning through Play Ansatz (Lernen durch Spielen), also eine spielerische Methode, um blinden und sehbehinderten Kindern und Jugendlichen die Braille Schrift zu vermitteln.

Spielerisches Lernen, spielerische Inklusion

Jeder LEGO® Stein entspricht einem Buchstaben oder einer Zahl des Braille Alphabets und hat gleichzeitig das entsprechende Zeichen oder Symbol in Schwarzdruck aufgedruckt. Dadurch können die Steine von sehenden und sehbehinderten Kindern gemeinsam genutzt werden – Spielen und Lernen auf Augenhöhe sozusagen, oder spielerische Inklusion. Braille lernen wird so zu einem spannenden, sozialen, inklusiven, aktiven Erlebnis. Auf der offiziellen Webseite des Projektes finden Sie 90 Aktivitäten zur Nutzung der Steine, durch die die Kreativität sowie die sozialen, emotionalen, kognitiven und physischen Fähigkeiten der Kinder gefördert werden.

Hinter dem Projekt stehen die LEGO Stiftung und die LEGO Gruppe, welche sowohl die Steine als auch das pädagogische Konzept mit PädagogInnen aber auch mit ExpertInnen aus Blinden- und Sehbehindertenverbänden entwickelt haben. Nach der ersten Testphase sind die Steine nun bereits in einigen Ländern in Verwendung, insgesamt sollen es über 20 Länder werden. Österreich startet im Frühjahr 2021. Der BSVÖ ist exklusiver Österreich Partner der LEGO Stiftung.

 

GEAR - Geschlechtergerechtigkeit und die Stärkung von Frauen mit Sehbehinderungen

Das ist das Ziel des Projektes GEAR, das der BSVÖ gemeinsam mit dem Schwedischen Blindenverband ins Leben gerufen hat. Nach einem Workshop im Herbst 2018 für weibliche Führungskräfte in Wien folgten eine europaweite Konferenz in Schweden, die Vertretung des BSVÖ im Kompetenzteam Frauen mit Behinderungen des Österreichischen Behindertenrates sowie die Leitung eines Workshops auf der Konferenz desselben zum Thema Geschlechtergerechtigkeit in Behindertenorganisationen. Auf der Generalversammlung der Europäischen Blindenunion in Rom konnte Ende 2019 eine Resolution für mehr Geschlechtergerechtigkeit innerhalb der Blindenunion durchgesetzt werden. Der nächste Schritt sind nun Workshops für Frauen mit Blindheit und Sehbehinderung in Österreich.

Kommunikationstraining für Frauen

Im Rahmen des Projektes GEAR zu mehr Geschlechtergerechtigkeit in Blinden- und Sebehindertenorganisationen legen wir den Fokus auf die Förderung von blinden und sehbehinderten Frauen. An vier Terminen wurden Schritte zu mehr Selbstvertrauen, gesteigerter Sichtbarkeit und größerer Mitsprache innerhalb der eigenen Organisation diskutiert. Souveränität und Kommunikation trainierten wir dabei mit Kommunikationstrainerin Daniela Zeller, ehemalige Ö3-Moderatorin und Gründerin von Freiraum Kommunikation, die für unser Projekt gewonnen werden konnte.

Rückblick

Erste nationale Konferenz zum Thema Frauen mit Behinderungen

Der Österreichische Behindertenrat veranstaltete am 12. und 13. September 2019 in Wien eine Konferenz zum Thema Frauen mit Behinderungen. Die Konferenz hatte das Ziel, das Thema Frauen mit Behinderungen als wichtigen Aspekt der Interessenvertretung von Menschen mit Behinderungen zu positionieren. Neben viel weiblicher Politprominenz stieß die Veranstaltung auch auf großes mediales Interesse. Der BSVÖ war für die Leitung des Workshops zu Geschlechtergerechtigkeit in Behindertenorganisationen zuständig. Lesen Sie hier den Konferenzbericht

Europaweite Konferenz zu Geschlechtergerechtigkeit in Blinden- und Sehbehindertenorganisationen

 

Nach dem Workshop für Frauen in Leitungspositionen, der im Herbst 2018 in Wien stattfand, wurde im Juni 2019 der zweite Schritt des Projektes GEAR erfolgreich absolviert. Die Konferenz in Malmö bot rund 50 Teilnehmenden aus über 15 Ländern die Möglichkeit, sich über die Ungleichbehandlung von Frauen und Männern mit Sehbehinderung und Blindheit auszutauschen sowie konkrete Maßnahmen zu erarbeiten, die Geschlechtergerechtigkeit auf europäischer Ebene sowie in den einzelnen Organisationen anregen sollen.

Doppelte Diskriminierung

Dass auch Behinderung in den meisten europäischen Gesellschaften männlich ist, zeigt ein Blick in die Medien oder auf den Arbeitsmarkt. Blinde und sehbehinderte Frauen werden in beiden Bereichen wesentlich häufiger exkludiert und nehmen auch innerhalb der nationalen Blinden- und Sehbehindertenorganisationen nur selten Führungspositionen ein. Das Projekt GEAR versucht, dieser doppelten Diskriminierung entgegenzuwirken. Die Konferenz in Malmö war dabei ein wichtiger Schritt zur europaweiten Vernetzung. Neben der generellen Sichtbarmachung der Ungleichbehandlung zwischen blinden und sehbehinderten Frauen und Männern in der Gesellschaft allgemein, aber auch innerhalb von Blinden- und Sehbehindertenorganisationen, wurde auch das Thema Gewalt gegen Frauen diskutiert. Laut einer norwegischen Studie sind Frauen mit Sehbehinderung und Blindheit stärker von sexueller Gewalt betroffen als Frauen ohne Behinderung. Maßnahmen zur Gewaltprävention in der eigenen Organisation, wie etwa die Einrichtung einer Ombudsfrau, und die Auswirkungen der #metoo Debatte wurden ebenfalls vorgestellt.

Die Verbindung von Genderfragen mit der UN-Behindertenrechtskonvention sowie mit den Sustainable Development Goals wurden an Tag zwei vermittelt, ebenso praktischere Beispiele dafür, wie Gender- und Ermächtigungstrainings in den nationalen Organisationen aussehen könnten. Der nächste Schritt des Projektes folgt nämlich nächstes Jahr, wenn in Österreich, Schweden und anderen Ländern kostenlose Trainings für Mitglieder abgehalten werden. Nähere Informationen dazu folgen.

Ergebnisse - Malmö-Deklaration und Resolution an die Generalversammlung der Europäischen Blindenunion

Als besonderer Erfolg der Konferenz kann die Erarbeitung der so genannten Malmö-Deklaration gesehen werden, in der die Teilnehmenden ihre Forderungen zum Thema Geschlechtergerechtigkeit an die Europäische Blindenunion (EBU) formulierten. Die Deklaration wurde weiters auch in eine Resolution umgewandelt, welche auf der Generalversammlung der EBU im Herbst dieses Jahres eingereicht werden wird. Die zentralen Punkte der Deklaration sind die Einführung eines Quotensystems auf Leitungsebene sowie die Gründung einer Genderarbeitsgruppe, die Förderung von Trainings speziell für Frauen und der Einsatz finanzieller Ressourcen für Projekte, die Geschlechtergerechtigkeit fördern. Die Deklaration sowie die Resolution finden Sie weiter unten zum Download.

 

Kontakt
Projektleitung: Mag. Stefanie Steinbauer
Email: international(at)blindenverband.at
Telefon: 0664 140 11 77

PARVIS - Bewusstseinsbildung für die Rechte von blinden und sehbehinderten Menschen.

PARVIS (Promoting Awareness on the Rights of Visually Disabled People in an Inclusive Society - Förderung des Bewusstseins für die Rechte sehbehinderter Menschen in einer inklusiven Gesellschaft) schärft das Bewusstsein für die Rechte blinder und sehbehinderter Menschen und stärkt gleichzeitig die Kompetenzen der Sehbehindertenorganisationen, sich für diese Rechte einzusetzen. Mit einer Reihe an bewusstseinsbildenden Videos die in mehreren europäischen Staaten – darunter Österreich – zum Einsatz kamen, wurde das Interesse für unsere zentralen Anliegen auf niederschwellige Weise geweckt.

Projektziele und Ergebnisse

PARVIS wird von der Europäischen Kommission unterstützt und ist ein gemeinsames Projekt von EBU-Mitgliedsorganisationen, um das Bewusstsein für die Rechte von blinden und sehbehinderten Bürger:innen in Europa zu schärfen. An dem Projekt sind insgesamt 9 PARVIS-Länder beteiligt: Slowakei, Deutschland, Montenegro, Frankreich, Litauen, Portugal und Spanien, zusätzlich zu den Niederlanden und Schweden, die Partner im PARVIS-Konsortium sind. Auch Österreich nimmt an den Sitzungen, Workshops und der begleitenden Kampagne teil.

Die PARVIS-Aktivitäten konzentrieren sich auf zehn Rechte, die sich aus dem Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen ableiten: Recht auf zugängliche Gesundheitsversorgung, zugängliche Informationen, persönliche Mobilität, Arbeit und Beschäftigung, Teilhabe am kulturellen Leben, Habilitation und Rehabilitation, Teilhabe am öffentlichen und politischen Leben, Zugänglichkeit und inklusive Bildung sowie Rechte von Kindern mit Behinderungen.

Die Projektaktivitäten, die sich über einen Zeitraum von zwei Jahren bis Ende 2022 erstrecken, umfassen Folgendes:

  • Start von zwei maßgeschneiderten Twitter-Kampagnen zur Förderung dieser Rechte in 9 PARVIS-Ländern;
  • Entwicklung von Audio- und visuellen Inhalten für eine wirksamere Kampagne zur Durchsetzung der Rechte von blinden und sehbehinderten Personen, einschließlich Podcasts und Sensibilisierungsvideos in 10 Sprachen (Englisch, Slowakisch, Deutsch, Montenegrinisch, Französisch, Litauisch, Portugiesisch, Spanisch, Niederländisch und Schwedisch);
  • Aufbau der Kompetenzen sehbehinderter Bürger:innen und nationaler Sehbehindertenorganisationen zur Verteidigung ihrer Rechte durch Informationssitzungen und E-Workshops;
  • Entwicklung allgemeiner europäischer Leitlinien für die Audiodeskription, die in 10 Sprachen verfügbar sind und klare und harmonisierte technische Spezifikationen enthalten;
  • Organisation einer koordinierten Sensibilisierungsveranstaltung in 9 Ländern am 9. Mai 2022 anlässlich des Europatages zur Förderung der politischen Partizipation von blinden und sehbehinderten Bürger:innen in ganz Europa mit dem Ziel, die barrierefreie Stimmabgabe und die Vertretung von blinden und sehbehinderten Menschen in der Politik zu verbessern;
  • Veranstaltung eines Seminars mit Expert:innen für bestimmte diskriminierungsbezogene Bereiche, um die Politikgestaltung im Bereich der Nichtdiskriminierung auf europäischer Ebene zu informieren.

 

 

Der PARVIS Podcast

Als Teil des Projektes gibt es auch einen Podcast mit folgenden bereits erschienen Episoden

30. Mai 2022, "Recht auf politische Beteiligung: https://www.podbean.com/media/share/pb-crfw4-122ec1a?utm_campaign=w_share_ep&utm_medium=dlink&utm_source=w_share

24. März 2022, "Recht auf digitale Inklusion": https://www.podbean.com/media/share/pb-rzx39-11dcd80?utm_campaign=w_share_ep&utm_medium=dlink&utm_source=w_share

31. Januar 2022, "Recht auf gleichen Zugang zu Kultur": https://www.podbean.com/media/share/pb-6yxk4-118f8e2?utm_campaign=w_share_ep&utm_medium=dlink&utm_source=w_share

30. November 2021, "Rechte auf dem Arbeitsmarkt": https://www.podbean.com/media/share/pb-x8zsd-113f8a4?utm_campaign=w_share_ep&utm_medium=dlink&utm_source=w_share

 

 

Die Videos

Ein Tag im Leben einer sehbehinderten Person

Einleitung: Dieses Video mit Audiobeschreibung zeigt Szenen aus dem wirklichen Leben, die die Hindernisse aufzeigen, mit denen blinde und sehbehinderte Menschen in ihrem täglichen Leben konfrontiert sind, und bietet Lösungen zu deren Überwindung. Das Video konzentriert sich auf die Artikel 9 (Zugänglichkeit der baulichen Umwelt), 19 (unabhängiges Leben), 20 (persönliche Mobilität), 21 (zugängliche Informationen), 24 (inklusive Bildung), 27 (Arbeit und Beschäftigung), 29 (Recht auf Teilnahme am öffentlichen und politischen Leben) und 30 (Teilnahme am kulturellen Leben und Sport) der UNCRPD.

 

1. Das Recht auf barrierefreie Gesundheitsversorgung

EBU-Video über das Recht auf barrierefreie Gesundheitsversorgung, Mai 2021. 

Video und Transkript: https://www.blindenverband.at/de/aktuelles/1134/PARVIS-ein-Projekt-der-EBU-Kommunikation-fuer-Rechte-von-blinden-und-sehbehinderten-Menschen

 

2. Das Recht auf zugängliche Informationen

EBU-Video über das Recht auf zugängliche Informationen, Juli 2021.

Video und Transkript: https://www.blindenverband.at/de/aktuelles/1184/PARVIS-Das-Recht-auf-zugaengliche-Informationen

 

3. Das Recht auf persönliche Mobilität

EBU-Video über das Recht auf persönliche Mobilität, September 2021.

Video und Transkript: https://www.blindenverband.at/de/aktuelles/1218/PARVIS--BSVOe-Das-Recht-auf-persoenliche-Mobilitaet

 

4. Das Recht auf Arbeit

EBU-Video über das gleiche Recht auf Arbeit, November 2021.

Video und Transkript: https://www.blindenverband.at/de/aktuelles/1277/PARVIS-Das-Recht-auf-freien-Zugang-zum-Arbeitsmarkt

 

5. Das Recht auf Kultur und Sport

EBU-Video über das Recht auf Kultur und Sport, Januar 2022.

Video und Transkript: https://www.blindenverband.at/de/aktuelles/1377/PARVIS--BSVOe-Das-Recht-auf-Kultur-und-Sport

 

 6. Das Recht auf größtmögliche Unabhängigkeit

EBU-Video über das Recht auf größtmögliche Unabhängigkeit, Februar 2022. 

Video und Transkript: https://www.blindenverband.at/de/aktuelles/1552/BSVOe--Parvis-Das-Recht-auf-ein-Hoechstmass-an-Unabhaengigkeit

 

7. Das Recht auf politische Partizipation

EBU-Video über das Recht auf politische Teilhabe, April 2022. L

Video und Transkript: https://www.blindenverband.at/de/aktuelles/1493/PARVIS--BSVOe-Das-Recht-auf-oeffentliche-und-politische-Teilhabe

 

8. Das Recht auf eine zugängliche und barrierefreie Welt für alle

EBU-Video über das Recht auf eine barrierefreie Welt für alle, Juni 2022.

Video und Transkript: https://www.blindenverband.at/de/aktuelles/1551/PARVIS--BSVOe-Das-Recht-auf-eine-fuer-alle-zugaengliche-Welt

 

 

Englische Projektseite der Europäischen Blindenunion

Unter folgendem Link gelangen Sie zur Projektseite in englischer Sprache: https://www.euroblind.org/awareness-raising-blind-and-partially-sighted-persons-rights

 

Selody

Die Studie zum Einfluss von Sehbehinderungen auf die Partnerschaft. Wie wirkt sich die eigene Sehbehinderung oder die des Partners auf die Beziehung aus? Unter der Leitung der Universität Zürich und des Schweizer Zentralvereins für das Blindenwesen nimmt der BSVÖ an dieser innovativen Studie teil und sucht dafür Paare, die Zeit für zwei kurze Befragungen haben und die somit einen Beitrag zur wissenschaftlichen Bearbeitung des Themas leisten wollen.

In SELODY wird die Partnerschaft als wichtiger Lebensbereich, der von einer Seh- oder Hörsehbehinderung mitbetroffen ist, ins Zentrum gerückt. Das Ziel ist es, erstmals eine wissenschaftliche Grundlage zu schaffen, um offen und wissenschaftlich fundiert über diese Thematik zu sprechen.

Für die SELODY-Studie suchen wir Paare, bei denen sich im Verlauf der Partnerschaft eine deutliche Verschlechterung des Seh- und eventuell des Hörvermögens des einen Partners ergeben hat. Sie werden zwei Mal im Abstand von einem Jahr befragt, wobei die Partner den Fragebogen unabhängig voneinander beantworten. Für die Befragung stehen unterschiedliche Möglichkeiten bereit (online, Großdruck, Telefoninterview, Interview in Gebärdensprache, usw.). Die Hochschulen sind neutral und garantieren Ihnen die vollständige Anonymität. Die Studie verfolgt rein wissenschaftliche Ziele.

Marianne und Kurt machen bei SELODY mit

Kurt: „Auch wenn ich nichts mehr sehen kann, versuche ich im Haushalt mitzuarbeiten. Ich wollte nachschauen ob die Arbeitsfläche in der Küche schon gereinigt wurde und fuhr mit der Hand darüber. Nein, da war etwas spürbar. Also nahm ich ein Tuch und machte die Fläche sauber.“

Marianne: „Das macht mich zornig! Ich hatte die Arbeitsfläche in der Küche ja schon geputzt. Mit der Hand kontrolliert er das dann nach … Solche Sachen passieren immer wieder und machen mich fast wahnsinnig.“ Marianne und Kurt machen bei der Paarstudie SELODY mit und helfen uns so dabei, Beziehungsmuster in Zusammenhang mit einer Hör- oder Sehbeeinträchtigung besser zu verstehen. Wir würden uns sehr freuen, wenn auch Sie Ihre Erfahrungen teilen und einen wertvollen wissenschaftlichen Beitrag leisten!

So können Sie mitmachen

Ein Formular zur Anmeldung sowie weiterführende Informationen finden Sie auf https://selody.ch/anmeldeformular oder Sie kontaktieren Frau Mag. Steinbauer unter international(at)blindenverband.at oder unter 0664 140 11 77. Das Studienteam erreichen Sie per Mail über info.selody(at)uzh.ch oder telefonisch unter 004144 635 75 34.

AGEBU

Das neue Seniorenprojekt der Europäischen Blindenunion wird unter Mithilfe von Senior:innen aus Österreich, Kroatien und Rumänien erarbeitet. Die ersten Ideen wurden gesammelt und ein Projektentwurf geschrieben.

Um die Ideen möglichst bald in reale Projekte umsetzen zu können, brauchen wir Ihre Unterstützung! Melden Sie sich bei uns und sagen Sie uns, bei welchem Projekt Sie gerne dabei wären! Sie finden zwei ausgewählte Vorschläge weiter unten und können sich bei der Projektleitung unter international(at)blindenverband.at oder unter 01/982 7584 204 melden. Wir freuen uns über Ihr Interesse!

Beyond Barriers and Borders

Barrieren und Grenzen überwinden! Beyond Barriers and Borders – Barrieren und Grenzen überwinden, das wollte das Projekt des BSVÖ gemeinsam mit dem Polnischen Blindenverband und dem belgischen Verein VIEWS.

Teilnehmende unter 30 sowie über 60 aus den drei Ländern nahmen an Workshop Reihen in Warschau, Lüttich und Wien teil und gewannen neben spannenden Eindrücken auch neue Freunde.  

Der englische Text dazu:

Since 2017, the Austrian and Polish Blind Union and VIEWS International are cooperating on the ERASMUS+ project “Beyond Barriers and Borders”, which focused on strengthening the daily living skills of participants. The project included three phases of training for visually impaired participants and sighted volunteers between 18 and 30 and over 50 years in Austria, Belgium and Poland.  

The first training took place in Warsaw, focusing on literacy and assistive technologies, including discussions on the general situation for visually impaired people in the three countries, a classical concert and a tour through the old town in Warsaw.

The second training was held in Liege and was based on independent living. Participants enjoyed classes on cooking, make-up and styling as well as an intercultural evening with delicacies from the three countries.
 
The third and final training took place in Vienna, focusing on communication and access to sports and culture. Accessible tours at the National Museum of Fine Arts and the Parliament, a blind football training and the farewell evening in a traditional Viennese restaurant were the highlights of this week.

Participants found the project beneficial in many ways: they were able to learn from others who live with the same conditions, made firm friends and already plan a reunion. The partners agreed that the project was an immensely positive experience and we can only hope to have similarly intercultural projects in the future.

VISAL - Aktives Lernen für blinde und sehbehinderte Senioren

Obwohl sie einen zunehmenden Teil der Bevölkerung darstellen, sind sehbehinderte Senioren eine der am stärksten marginalisierten sozialen Gruppen in Bezug auf lebenslanges Lernen. Dies ist ein klares Hindernis für ihre aktive Teilhabe an der Gesellschaft. Deshalb entwickeln britische und niederländische Experten in den Bereichen Sehbehinderung und Altern einen informellen VISAL-Trainingskurs, der den spezifischen Lernbedürfnissen von älteren sehbehinderten Personen Rechnung trägt. Der Kurs läuft in Österreich, Kroatien, der Slowakei und dem Vereinigten Königreich als Pilotprojekt. Unter den nächsten Menüpunkten erfahren Sie alles weitere über das Projekt, seine Kurse, Erfahrungsberichte von TeilnehmerInnen und warum Sie sich unbedingt für die nächste Runde anmelden sollten!

Alle Infos zum EBU-Projekt

 

Obwohl sie einen zunehmenden Teil der Bevölkerung darstellen, sind sehbehinderte Senioren eine der am stärksten marginalisierten sozialen Gruppen in Bezug auf lebenslanges Lernen. Dies ist ein klares Hindernis für ihre aktive Teilhabe an der Gesellschaft. Deshalb entwickeln britische und niederländische Experten in den Bereichen Sehbehinderung und Altern einen informellen VISAL-Trainingskurs, der den spezifischen Lernbedürfnissen von älteren sehbehinderten Personen Rechnung trägt. Der Kurs wird in Österreich, Kroatien, der Slowakei und dem Vereinigten Königreich als Pilotprojekt durchgeführt.

Warum VISAL?

  •  sehbehinderte Senioren erhalten an ihre Bedürfnisse angepasste Lerninhalte,
  • ältere Personen mit Sehbehinderung verbessern ihre sozialen und beruflichen Fähigkeiten,
  • das Selbstwertgefühl und die Motivation sehbehinderter Senioren, auch im Alter zu lernen, wird gesteigert,
  • die aktive Teilhabe sehbehinderter Senioren an der Gesellschaft wird gefördert.

Wer kann teilnehmen?

Das Projekt richtet sich an sehbehinderte Senioren, konkret an Personen über 60, deren Anteil an der Bevölkerung kontinuierlich wächst. Das VISAL-Projekt trägt stellt auch sicher, dass europäische Blinden- und Sehbehindertenorganisationen die Inhalte der Kurse in Zukunft an ihre älteren Mitglieder weitergeben können, um so den nachhaltigen Nutzen des Projektes zu sichern.

Wer führt VISAL durch?

Das Projekt wurde von der Europäischen Blindenunion konzipiert und wird von ihr gemeinsam mit sechs weiteren europäischen Partnern durchgeführt: Age UK (Experten in der sozialen Eingliederung älterer Menschen), Blinden- und Sehbehindertenverband Österreich, Slowakischer Blinden- und Sehbehindertenverband, Kroatischer Blindenverband, Royal National Institute of Blind People und Royal Dutch Visio (auf Sehbehinderungen spezialisierter Dienstleister).

Ergebnisse und Resultate

160 sehbehinderte Senioren nehmen an den Kursen in 4 europäischen Ländern teil; 112 VISAL-Seminare werden abgehalten; ein VISAL-Handbuch wird in Kroatisch, Niederländisch, Englisch, Deutsch und Slowakisch zur Verfügung gestellt, das für zukünftige Kurse dieser Art als Grundlage dient; nationale Kursleiter werden zur Durchführung der VISAL-Seminare ausgebildet, 4 nationale Abschlusskonferenzen zur Thematik ältere Personen mit Sehbehinderung und lebenslanges Lernen, also eine Konferenz pro Partnerland, werden abgehalten.

Projektlaufzeit und Teilnahme

Das Projekt läuft über zwei Jahre, konkret von November 2012 bis Oktober 2014. Die voraussichtlich letzte Kursrunde findet Ende Mai in Salzburg statt - die Anmeldung ist ab sofort möglich!

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Mag. Stefanie Steinbauer, BSVÖ Referentin für Internationale Zusammenarbeit, per E-Mail an international(at)blindenverband.at oder telefonisch unter +43 1 982 75 84 204.

Projekthomepage: http://www.visal-project.eu/

Das Sozialministerium vergibt einmal pro Jahr die Auszeichnung „Good Practice in der Seniorenbildung“. Das Projekt VISAL ist eines der 10 Projekte, die heuer diese Auszeichnung erhielten. Einen großen Teil seines Erfolgs verdankt das Projekt dem Engagement von Projektleiterin Stefanie Steinbauer, Referentin für internationale Zusammenarbeit beim Blinden- und Sehbehindertenverband Österreich (BSVÖ).

Was ist VISAL?

Der Projektname „VISAL“ steht für „Visually Impaired Seniors Active Learning“ bzw. auf Deutsch „Aktives Lernen für Sehbehinderte Senioren“. Das Projekt ist Teil des EU-Programms für lebenslanges Lernen.

Obwohl sie einen zunehmenden Teil der Bevölkerung darstellen, sind Senioren mit Sehbehinderungen eine der Gruppen, die in Bezug auf lebenslanges Lernen am meisten ins Abseits gedrängt werden. Das hindert sie sehr stark an einer aktiven gesellschaftlichen Teilhabe.

Daher wurde im Rahmen von VISAL von britischen und niederländischen Experten in den Bereichen Sehbehinderung und Altern ein Trainingskurs entwickelt, der den spezifischen Lernbedürfnissen älterer sehbehinderter Personen Rechnung trägt. Dieser Kurs wurde in mehreren Ländern – darunter auch Österreich - als Pilotprojekt durchgeführt.

Von Juli 2013 bis Juni 2014 wurden in Klagenfurt, Linz, Salzburg und Wien zahlreiche VISAL-Seminare abgehalten, von denen sich die Teilnehmenden durchwegs begeistert zeigten. Das VISAL-Handbuch steht interessierten Organisationen und Trainern zur Verfügung, um selbständig weitere Kurse durchzuführen.

Mehr über das Projekt erfahren Sie unter http://www.blindenverband.at/home/visal

Verdiente Auszeichnung nach gewissenhafter Prüfung

Von 40 Einreichungen für die Auszeichnung „Good Practice in der Seniorenbildung“ des Sozialministeriums kamen 19 Projekte in die engere Auswahl. Diese wurden dann auf Herz und Nieren geprüft und hinsichtlich verschiedener Kriterien wie Zielgruppe, Nachhaltigkeit, Innovation, Methode, Lerneffekt usw. beurteilt. Dabei nahm eine Vertreterin des Awardprojektes sogar an einer VISAL-Veranstaltung teil, um sich persönlich ein Bild zu machen.

Am 4. November 2014 fand schließlich die Verleihung der Auszeichnungen in der Wiener Urania statt. Die Projekte wurden noch einmal kurz vorgestellt und Bundesminister Rudolf Hundstorfer überreichte persönlich die Zertifikate.

Der BSVÖ gratuliert Frau Steinbauer ganz herzlich!

Für den BSVÖ durfte VISAL-Projektleiterin Stefanie Steinbauer das Zertifikat entgegennehmen. Ihrer hervorragenden und engagierten Arbeit ist es zu verdanken, dass das Projekt zu einem so großen Erfolg werden konnte.

Die Workshops werden den Teilnehmern sicherlich noch lange in sehr guter Erinnerung bleiben. Darüber hinaus konnte mit dem Projekt gleichzeitig Inspiration und Ausgangsbasis für die Unterstützung einer aktiven gesellschaftlichen Teilhabe von Senioren mit Sehbehinderungen geschaffen werden!

AMBAVis - Zugang zu Museen für blinde und sehbehinderte Menschen durch 3D-Technologie

Museen sind ein essentieller und wertvoller Bestandteil der europäischen Kulturlandschaft. Da sie vor allem auf den Sehsinn fokussieren, sind blinde und sehbeeinträchtige Menschen jedoch von vielen musealen Angeboten ausgeschlossen. Die Entwicklung innovativer 3D-Technologien und multi-sensorischer Methoden hat in der vergangenen Zeit allerdings Möglichkeiten eröffnet, mit deren Hilfe museale Ausstellungsobjekte und Bilder auch blinden und sehbeinträchtigen Menschen zugänglich gemacht werden können. Das Projekt AMBAVis versteht sich als treibende Kraft zur Weiterentwicklung und Verbreitung taktiler und auf 3D-Technologien basierender Vermittlungspraktiken in Museen, um den kulturellen Zugang von Blinden und sehbeeinträchtigten Menschen zu verbessern. Erfahren Sie unter den nächsten Menüpunkten alles Wissenswerte rund um das Projekt!

Warum AMBAVis?

Museen sind ein wesentlicher Bestandteil der europäischen Kulturlandschaft. Sie fungieren als Bewahrer des kulturellen Erbes, stellen aber auch eine wichtige Plattform für zeitgenössische Ausdrucksformen dar. Da Museen vor allem auf den Sehsinn fokussieren, sind blinde und sehbeeinträchtige Menschen jedoch von vielen musealen Angeboten ausgeschlossen. Museen in ihrer zunehmenden Rolle als Orte des informellen Lernens und damit verbundener Vermittlungsangebote sind für blinde und sehbehinderte Menschen ebenfalls nur sehr eingeschränkt nutzbar. Die Entwicklung innovativer 3D-Technologien und multi-sensorischer Methoden hat in der vergangenen Zeit allerdings völlig neue Möglichkeiten eröffnet, museale Ausstellungsobjekte und Bilder auch blinden und sehbeinträchtigen Menschen zugänglich zu machen. Einige und immer mehr Museen in Europa machen von diesen Möglichkeiten bereits – in unterschiedlichem Grad – Gebrauch, stehen aber bei der Verwirklichung derartiger Projekte oftmals finanziellen, technischen und organisatorischen Hindernissen gegenüber. Museen, die diese Herausforderungen trotzdem meistern und Projekte oder Teilprojekte umsetzen konnten, haben jedoch äußerst positive Rückmeldungen von blinden und sehbehinderten Museumsbesuchern erhalten. Und genau hier setzt das Projekt AMBAVis an.

Was passiert bei AMBAVis?

Im Rahmen des vom Programm ERASMUS+ der Europäischen Kommission geförderten Projekts AMBAVis werden bereits bestehende Technologien evaluiert als auch neue entwickelt, die sich zur Herstellung von taktilen und dreidimensionalen Museumsobjekten für blinde und sehbeeinträchtige Menschen eignen. Ziel ist es, die Benutzerfreundlichkeit der Objekte zu verbessern als auch kosteneffizientere Herstellungs- und Interventionsmethoden zu entwickeln. Im Rahmen des Projekts kommen drei verschiedene Technologien zum Einsatz:

  • 3D-Nachbildung,
  • Virtuelle Modellierung, die mittels einer speziellen Technologie betastet werden kann und
  • Reliefdruck auf wiederverwendbarem Medium.

Der Vergleich der Technologien soll einerseits kosteneffizientere Herstellungsmöglichkeiten und damit leistbare Alternativen zu den derzeit bestehenden Möglichkeiten für Museen aufzeigen. Andererseits werden die mit den jeweiligen Technologien erzielbaren Ergebnisse unter Einbeziehung von blinden und sehbehinderten Menschen auf ihre Akzeptanz und Benutzerfreundlichkeit getestet.

Die Verbesserung des Zugangs zu Museen für blinde und sehbehinderte Menschen ist eine facettenreiche Aufgabe, die viele Bereiche berührt. Dementsprechend verfolgt AMBAVis einen interdisziplinären Ansatz und nähert sich diesem Thema über technologische und museale Fragestellungen hinaus auch von der rechtlichen und ökonomischen Seite. Zum einen wird das urheberrechtliche Umfeld, Voraussetzungen und Beschränkungen, analysiert, das im Zuge der Umsetzung derartiger Projekte eine Rolle spielt und beachtet werden muss. Zum anderen werden im Rahmen einer Impactanalyse die ökonomischen Effekte von taktilen und 3D Modellen in Museen dargestellt, um zu zeigen, dass diese Projekte nicht nur Kosten, sondern neben vielem anderen auch auf ökonomischer Ebene einen Mehrwert nach sich ziehen.

Ansprechpartnerin und Projektleiterin für den BSVÖ ist Mag. Stefanie Steinbauer.

Wie funktioniert AMBAVis?

Es werden verschiedene taktile Modelle hergestellt und dabei jeweils unterschiedliche Technologien angewendet. In einem zweiten Schritt werden die jeweiligen Modelle gemeinsam mit blinden und sehbehinderten Menschen auf ihre haptische Brauchbarkeit geprüft und miteinander verglichen. Dadurch wollen wir ein besseres Verständnis dafür entwickeln, welche Technologien sich für den Gebrauch durch Blinde und sehbehinderte Menschen eignen. Ein Vergleich der Produktionsprozesse soll darüber hinaus einen Beitrag dazu leisten, kosteneffizientere Herstellungsmethoden als die bisher verfügbaren zu eruieren.
Die im Projekt untersuchten Darstellungsmethoden sind:

  • 3D-Repliken: Die dreidimensionale Nachbildung gescannter Objekte ist die herkömmlich verwendete Methode. 3D-Repliken verfügen über hohe haptische Qualitäten. Allerdings muss jede Replik physisch hergestellt werden, was hohe Produktions- und mitunter Lagerungskosten nach sich zieht.
     
  • Virtuelle haptische Modelle: Diese Methode eröffnet die Möglichkeit, ein Objekt nur über dessen digitalen Scan physisch wahrnehmen zu können, ohne das Objekt materiell tatsächlich herstellen zu müssen. Im Rahmen von AMBAVis wir diese Technologie in Form der Schnittstelle ProbosTM verwenden: Sie versetzt Nutzerinnen und Nutzer in die Lage, digitale Museumsobjekte in einer virtuellen, dreidimensionalen Umgebung zu berühren. Zusätzliche Multimediainformationen dienen als Unterstützung dabei, mit dem digitalisierten Objekt in näheren Kontakt zu treten und mehr über dessen Form und Charakteristik zu erfahren.
     
  • Reliefdruck: Als einen Kompromiss zwischen teuren 3D-Repliken und der rein virtuellen Haptik, die zudem nur auf einem einzigen Kontaktpunkt basiert, soll ein Prototyp eines Reliefdruck-Mediums entwickelt werden. Dadurch sollen die Vorzüge der beiden vorgenannten Technologien vereint werden: Ein Reliefdrucker kann ein haptisches Relief gescannter Objekte on-demand drucken, das physisch berührt werden kann. Das so gedruckte Relief kann jederzeit gelöscht und ein neues auf das Printmedium gedruckt werden.

     
  • Finger-tracking-Prototyp: Für blinde und sehbehinderte Museumsbesucher ist es sehr hilfreich, wenn tastbare Objekte mit zusätzlichen Informationen ergänzt werden. Beispiel dafür sind positionsspezifische Audio-Kommentare, die bei der Berührung bestimmter Bereiche automatisch ausgelöst werden. Nach heutigem Stand der Technik werden dazu Berührungssensoren verwendet, die in die haptischen Ausstellungsstücke integriert sind. Dieser Ansatz hat sich zwar als nützlich erwiesen und der jeweilige Content kann auch aktualisiert werden, die Sensoren müssen dazu aber in das Ausstellungsstück eingebaut werden. Um ein Herumhantieren an Ausstellungesstücken zu vermeiden und gleichzeitig eine größere Flexibilität bei den vermittelten Inhalten zu erreichen, soll eine digitale Berührungsschnittstelle entwickelt werden, die ohne Veränderungen am Ausstellungsobjekt funktioniert.

Wie setzt sich das Konsortium zusammen?

Economica

Economica ist ein unabhängiges Institut für Wirtschaftsforschung mit Sitz in Wien. Es realisiert nationale wie internationale Antrags-, Auftrags- und Programmforschungsagenden und stellt die Analyse und Gestaltung des wirtschaftlichen Strukturwandels in den Mittelpunkt seiner Forschungsagenden. Ein Schwerpunkt des interdisziplinär ausgerichteten Instituts sind darüber hinaus kulturrechtliche und kulturökonomische Fragestellungen.

Manchester Museum

Das Manchester Museum ist das größte universitäre Museum Großbritanniens mit etwa 4 Millionen Ausstellungsobjekten und Exemplaren aus den Bereichen Natur- und Kulturgeschichte. Es nimmt als öffentliche Einrichtung eine wichtige Funktion ein, die zahlreiche und abwechslungsreiche Angebote für Schulen, Familien und Erwachsene anbietet und dadurch ein breites Publikum aus dem Großraum Manchester City erreicht. Einen Schwerpunkt des Manchester Museums bilden Publikumsgruppen, die schwerer zu erreichen sind wie etwa Menschen mit gesundheitlichen Problemen, Langzeitarbeitslose, sozial benachteiligte Gruppen und Menschen mit Behinderungen. Das Museum ist zudem renommiert für seine innovative und experimentelle Arbeitsweise, die in enger Verbindung mit seiner Eigenschaft als universitäre Einrichtung steht.

Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV)

Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. ist die maßgebliche Vereinigung für blinde und sehbehindere Menschen in Deutschland. Der DBSV ist der nationale Dachverband von 20 Landesvereinen und vertritt die Interessen von insgesamt etwa 645.000 blinden und sehbehinderten Menschen. Darüber hinaus zählt der DBSV deutschlandweit 35 gemeinnützige Organisationen zu seinem Mitgliederkreis, die als kooperative Mitglieder spezifische Aufgaben übernehmen. Der DBSV verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke mit dem Ziel, die soziale Stellung blinder und sehbehinderter Menschen zu verbessern und deren Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu fördern. Auf internationaler Eben ist der DBSV als Mitglied bei der Europäischen Blindenunion und bei der Weltblindenunion aktiv.

Trnka n.o.

Trnka n.o. ist eine gemeinnützige Organisation in Bratislava, die im Bereich Forschung zu und Herstellung von akustischen Bildbeschreibungen und Audiodateien für blinde und sehbehinderte Menschen tätig ist.  Des weiteren setzt sich Trnka, n.o. zur Aufgabe Menschen mit Behinderung kulturelle Bildung zu ermöglichen und dies nicht nur mit Hilfe von Audio Kommentaren sondern auch durch spezielle Aus- und Weiterbildungsprogramme spezialisiert auf 3D-haptische Hilfsmittel.

Österreichische Galerie Belvedere

Das Belvedere beherbergt die bedeutendste Sammlung österreichischer Kunst vom Mittelalter bis zur Gegenwart, ergänzt durch Werke internationaler Künstler. Als Teil der Sammlung „Fin de siècle“ zeigt das Obere Belvedere die weltweit größte Gustav Klimt-Gemäldesammlung. Sowohl das Obere wie auch das Untere Belvedere sind durchgehend barrierefrei zugänglich. Unter dem Motto Nichts für Menschen mit Behinderung, ohne Menschen mit Behinderung wurden die barrierefreien Kunstvermittlungsangebote in enger Zusammenarbeit mit betroffenen Expertinnen und Experten entwickelt. Berühren ausdrücklich erwünscht heißt es bei Anders Sehen-Führungen für blinde und sehbeeinträchtige Besucher. Ergänzend zum taktilen Erlebnis eröffnen ausführliche Beschreibungen zu den Künstlern, ihrer Arbeitsweise und den Objekten ein vollkommen neues Erleben von Gemälden und Skulpturen. Zu den beliebtesten Führungsthemen zählen Gustav Klimts Hauptwerk: Der Kuss und Ferdinand Georg Waldmüller und seine Zeit. Zudem gibt das neue Tastmodell des Oberen Belvedere den Besuchern Gelegenheit Aufbau und Oberflächenstruktur des Schlosses taktil zu erfahren.

Zentrum für Virtual Reality und Visualisierung (VRVis)

Die VRVis Zentrum für Virtual Reality und Visualisierung Forschungs-GmbH ist eine international anerkannte und Österreichs führende Einrichtung für anwendungsorientierte Forschung im Bereich Visual Computing. Visual Computing (Visualisierung, Rendering, Visual Analytics, Computer Vision und Virtual Reality)  ist längst zu einer Schlüsseltechnologie in Wirtschaft und Gesellschaft geworden. Die übersichtliche Aufbereitung von immer größeren Datenmengen sowie die Erstellung digitaler Klone von realen Objekten, ermöglichen einen effizienten Umgang mit Informationen und eröffnen neue Forschungsfelder, Produktionsmethoden und Arbeitsweisen. Technologietransfer von der Wissenschaft zur Wirtschaft ist für VRVis kein Schlagwort, sondern Programm. Neben einem soliden Fundament an Grundlagenforschung versteht sich VRVis als Brücke zwischen Forschung und Industrie und führt für zahlreiche Industriepartner angewandte Forschung durch und sorgt für gemeinsame Produktentwicklungen.

All4WELL - Barrierefreie Englischkurse für blinde und sehbehinderte Masseure im Wellnesssektor

Der Beruf des Masseurs ist einer der prestigeträchtigsten Tätigkeiten für blinde und sehbehinderte Menschen. Durch den wachsenden Wellnesssektor entstehen immer mehr Jobmöglichkeiten für blinde und sehbehinderte Masseure in diesem Bereich. Da die Patienten in diesem Sektor häufig Touristen sind, sind Fremdsprachenkenntnisse von unschätzbarem Wert – einerseits bei der Interaktion mit den Patienten, aber auch um die eigene Wettbewerbsfähigkeit im Bewerbungsprozess zu steigern.

Das Ziel des EU-Projektes ALL4WELL ist es daher, die Jobchancen blinder und sehbehinderter Masseure zu erhöhen, indem berufsorientierte Englischkurse entwickelt werden, die speziell auf die besonderen Bedürfnisse der Zielgruppe abgestimmt sind. Erfahren Sie in den folgenden Menüpunkten alles Wissenswerte rund um das Projekt!

Dieses Projekt wird mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

 

Projekthintergrund

Warum ALL4WELL?

 

Der Beruf des Masseurs ist einer der prestigeträchtigsten Tätigkeiten für blinde und sehbehinderte Menschen. Durch den wachsenden Wellnesssektor entstehen immer mehr Jobmöglichkeiten für blinde und sehbehinderte Masseure in diesem Bereich. Dies ist insbesondere für jene Länder von Bedeutung, deren Ökonomie generell sehr stark auf den Tourismus ausgerichtet ist. Aber auch im Thermenland Österreich sind Spa-, Reha- und Wellnesshotels bedeutende Arbeitgeber. Da die Patienten und Kunden in diesen Sektoren häufig Touristen sind, sind Fremdsprachenkenntnisse von unschätzbarem Wert – einerseits bei der Interaktion mit den Patienten, aber auch um die eigene Wettbewerbsfähigkeit im Bewerbungsprozess zu steigern.

Kommunikationsfähigkeit fördert Chancen am Arbeitsmarkt

Für blinde und sehbehinderte Masseure spielt die verbale Interaktion mit dem Patienten eine signifikante Rolle im gesamten Heilungsprozess, basierend auf einer positiven persönlichen Beziehung zwischen Masseur und Patient. Sich in der Sprache des Patienten – oder in einer anderen gängigen Fremdsprache – ausdrücken zu können, erleichtert demnach nicht nur den Behandlungsprozess enorm, es steigert auch die Chancen am Arbeitsmarkt sowie die Erfolgsquote der Behandlungen. Kommunikationsfähigkeit im Allgemeinen und Fremdsprachenkenntnisse sowie interkulturelle Kommunikationsfähigkeit im Besonderen sind somit für alle Personen von Bedeutung, die im Wellnesssektor eine Anstellung finden möchten.

Fehlende Weiterbildungsangebote

Es herrscht jedoch europaweit ein Mangel an geeigneten Sprachkursangeboten für blinde und sehbehinderte Menschen, was auf die fehlenden barrierefreien Materialien für derartige Kurse zurückzuführen ist. Im Curriculum einer Massageausbildung nahmen Fremdsprachenkenntnisse bisher überhaupt eine zu vernachlässigende Rolle ein. Genau hier will das EU-Projekt ALL4WELL ansetzen.

 

Das Projekt

Basierend auf den Ergebnissen früherer Projekte (ELLVIS und VET4VIP) hat sich das vom Programm für Lebenslanges Lernen der Europäischen Kommission geförderte Projekt All4WELL zum Ziel gemacht, barrierefreie berufsorientierte Englischkurse zu entwickeln, die den Bedürfnissen von blinden und sehbehinderten Masseuren im Wellnessbereich gerecht werden.

Mittels einfach zu bedienender Hardwarelösungen sollen die PC-basierten Kursinhalte leicht zugänglich gemacht werden um so die Möglichkeiten für Kursleiter und Trainer dieser bestimmten Zielgruppe zu erhöhen. Das allgemeine aber auch berufsorientierte Vokabular, das den Teilnehmenden langsam und in spielerischer Form die englische Sprache näherbringt, soll die Schüler nicht nur motivieren, ihre Kenntnisse in der Praxis anzuwenden und so ihre Flexibilität und Vielseitigkeit zu erweitern, sondern auch ihre Chancen auf eine Anstellung im Wellnessbereich deutlich erhöhen.

Der Blinden- und Sehbehindertenverband Österreich ist dabei gemeinsam mit seiner Schulungseinrichtung SEBUS für die Umsetzung des zweijährigen Projektes in Österreich verantwortlich. Das Projekt läuft von November 2013 bis Oktober 2015. Als Projektleiterin und Ansprechpartnerin fungiert Mag. Stefanie Steinbauer.

Was sind die Ziele des Projektes?

Das Projekt versammelt ein gut vernetztes Partnerkonsortium, das nach Fertigstellung des Kursprogramms und zwei Testphasen in den jeweiligen Partnerländern auf eine weite Verbreitung der Ergebnisse hoffen lässt. Das Ziel ist nicht nur die kostenfreie Zurverfügungstellung eines barrierefreien PC-gestützten Englischkurses für blinde und sehbehinderte Masseure, bestehend aus 10 Modulen die auch als Self-Learning-Tool verwendet werden können, sondern auch die Übernahme des Kurses in das Ausbildungsprogramm jener Institute, die blinde und sehbehinderte Personen zu Masseuren ausbilden.

Projektpartner

Das Konsortium

UICI, Italienischer Blinden- und Sehbehindertenverband Florence, Centro Machiavelli Tandem Florence, Bildungszentrum für Blinde u. Sehbehinderte, Tandem Hamburg horizont dialogo e.V., Asociatia Nevazatorilor Brásov, Centrul Cultural German Brásov, Agens Arbeitsmarktservice gGmbH

Englischkurse für blinde und sehbehinderte Masseure

Projekt All4Well geht in die erste Testphase

Das EU-Projekt ALL4WELL – Barrierefreies Sprachenlernen für den Wellnesssektor des BSVÖ hat es zum Ziel, die Jobchancen blinder und sehbehinderter Masseure im Wellnesssektor zu erhöhen. Dafür werden eigens berufsorientierte barrierefreie Englischkurse entwickelt, die speziell auf die besonderen Bedürfnisse der Zielgruppe abgestimmt sind. Eine erste Probeversion dieser Sprachkurse kann am 27. Juli 2015 im Blinden- und Sehbehindertenverband Österreich getestet werden.

Barrierefreie Englischkure – Erste Testphase

Im Rahmen des ALL4WELL Projektes entsteht ein computerbasierter, barrierefreier Sprachkurs, der auf das gesprochene Englisch fokussiert. Dieser Englischkurs – bestehend aus 10 Modulen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden und ausgerichtet auf die Bedürfnisse von blinden und sehbehinderten Masseuren mit geringen Vorkenntnissen – soll zunächst mit einer kleinen Gruppe unter Leitung einer Englischlehrerin getestet und nach laufender Überarbeitung, Verfeinerung und zweiter Testphase mit Projektende allen Interessierten als Self-Learning Tool kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Eine erste, rudimentäre Version des Sprachkurses ist für die erste Testphase verfügbar. Die Anregungen und Kritik blinder Testpersonen sind für die weitere Ausarbeitung des Programmes von ganz besonderem Wert.

ILIAS - Inklusion und Lernen Im Alter für Seniorinnen und Senioren mit und ohne Sehbehinderung

Das Projekt ILIAS steht für inklusive, selbstbestimmte Erwachsenenbildung für Seniorinnen und Senioren mit und ohne Sehbehinderung und ist eine Kooperation zwischen dem Blinden- und Sehbehindertenverband Österreich, der Österreichischen Blindenwohlfahrt und dem Pensionistenverband Österreich. Wir bringen Menschen einer Generation zusammen, die gerne gemeinsam aktiv werden möchten und den gegenseitigen Austausch suchen – viele von ihnen leben mit einer Sehbehinderung, andere nicht. Das Projekt macht es sich daher unter anderem zum Ziel, Berührungsängste auf beiden Seiten aktiv abzubauen und die soziale Isolation der Zielgruppen zu überwinden.Indem wir Teams aus sehenden und sehbehinderten älteren Menschen zu ILIAS SeniorenkursleiterInnen ausbilden, haben Menschen aus der Zielgruppe die Möglichkeit, selbständig informelle Weiterbildungsangebote und Freizeitaktivitäten für die Zielgruppe zu entwickeln. Wir fördern somit nicht nur selbstbestimmtes, informelles Lernen sondern ganz gezielt gelebte Inklusion.

Kontakt: Mag. Stefanie Steinbauer, Projektleiterin

ILIAS steht für Inklusion und Lernen Im Alter für Seniorinnen und Senioren mit und ohne Sehbehinderung und wird vom Blinden- und Sehbehindertenverband Österreich, der Österreichischen Blindenwohlfahrt und dem Pensionistenverband Österreich, Bezirksorganisation Rudolfsheim-Fünfhaus durchgeführt und aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz gefördert.

Für Informationen zur ILIAS-Software des deutschen Herstellers besuchen Sie bitte: www.ilias.de

Soziale Isolation bekämpfen

Bereits im Jahr 2020 werden 25 % der europäischen Bürgerinnen und Bürger über 60 Jahre alt sein. Die von Blindheit oder Sehbeeinträchtigung betroffenen Personen in Europa sind
größtenteils über 65, im Schnitt lebt jeder Dritte dieser Altersgruppe mit einer Form von Sehbehinderung. Aufgrund der rapiden Alterung unserer Gesellschaft ist in den kommenden Jahren daher mit einer starken Zunahme von Blindheit oder Sehbehinderung zu rechnen.

Gleichzeitig bilden Seniorinnen und Senioren, die mit einer Sehbeeinträchtigung leben, sowohl europaweit als auch in Österreich eine der am stärksten marginalisierten Gruppen im Bereich lebenslanges Lernen. Der Mangel an maßgeschneiderten, informellen Weiterbildungsmöglichkeiten für diese Zielgruppe, die nicht mehr in den Arbeitsmarkt eintreten wird, hat erhebliche negative Auswirkungen auf ihre Teilhabe an der Gesellschaft als Ganzes. So ist eine niedrige gesellschaftliche Partizipation bis hin zur sozialen Isolation ein weit verbreitetes Problem. Weiters passiert soziale Interaktion hauptsächlich unter gleichaltrigen Betroffenen, kaum jedoch mit Altersgenossen ohne ähnliche Beeinträchtigungen.

Um diesen Problemlagen mit einem kombinierten Ansatz entgegenzuwirken und aktives Altern sowie gelebte Inklusion für Seniorinnen und Senioren mit und ohne Sehbehinderung zu ermöglichen, wurde das Projekt ILIAS ins Leben gerufen. Im nächsten Abschnitt erfahren Sie mehr über unsere Projektvorhaben und –Ziele.

Das Projekt ILIAS will…

Berührungsängste zwischen sehenden und sehbehinderten älteren Menschen aktiv abbauen.

den regelmäßigen Austausch zwischen diesen beiden Gesellschaftsgruppen fördern und langfristig aufrechterhalten.

inklusive, selbstbestimmte Erwachsenenbildung für blinde und sehbehinderte Seniorinnen und Senioren ermöglichen.

lebenslanges Lernen für Altersgenossen mit und ohne Sehbehinderung Fördern.

sich an den Bedürfnissen der Zielgruppe orientieren und basisnahe Konzepte entwickeln.

Wie wollen wir das erreichen?

Das Projekt ILIAS…

 ...bildet in maßgeschneiderten Kommunikationskursen Teams aus sehenden und sehbehinderten älteren Menschen zu selbständigen Seniorenkursleitern aus.

...entwickelt ein ILIAS Kurshandbuch als Ausbildungsgrundlage sowie zum Selbststudium für interessierte Seniorinnen und Senioren österreichweit.

...begleitet die fertig ausgebildeten ILIAS-Teams bei ihrer selbständigen Organisation von Kursen, Veranstaltungen und diversen Aktivitäten für ihre Altersgenossen.

...bietet im Rahmen des Projektes zahlreiche öffentliche Veranstaltungen, die den Austausch innerhalb der Zielgruppe über die Grenzen des Projektes hinweg fördern sollen.

Das Projekt ILIAS betritt mit diesem Ansatz absolutes Neuland in der inklusiven Erwachsenenbildung. Weder in Österreich noch in Europa gibt es ein vergleichbares Projekt, das auf diese spezielle Zielgruppe und deren Ausbildung zu Peergruppenleitern fokussiert. Ein ebenso innovativer Ansatz ist die Kooperation zwischen dem Blinden- und Sehbehindertenverband Österreich, der Österreichischen Blindenwohlfahrt und dem Pensionistenverband Österreich - Bezirksorganisation Rudolfsheim-Fünfhaus. Die Zusammenarbeit zweier Blinden- und Sehbehinderten- und einer Seniorenorganisation im Rahmen eines Seniorenbildungsprojektes ist bislang beispiellos in Österreich.

Das Konsortium stellt sich vor

Das Projekt ILIAS ist eine Kooperation zwischen dem Blinden- und Sehbehindertenverband Österreich, der Österreichischen Blindenwohlfahrt und dem Pensionistenverband Österreich, Bezirksorganisation Rudolfsheim-Fünfhaus.

Der Blinden- und Sehbehindertenverband Österreich (BSVÖ) ist die größte Selbsthilfeorganisation für sehbehinderte Menschen in ganz Österreich. Wir vertreten die Interessen von über 318.000 Österreicherinnen und Österreichern auf nationaler wie auf internationaler Ebene und durch unsere 7 Landesorganisationen direkt vor Ort in Ihrem Bundesland. Das zentrale Ziel des BSVÖ ist selbstbestimmtes Leben für blinde und sehbehinderte Menschen, Leitmotiv ist der Selbsthilfegedanke.

Der Blinden- und Sehbehindertenverband Österreich ist für die Projektleitung von ILIAS durch seine Referentin für Internationale Zusammenarbeit, Mag. Stefanie Steinbauer, verantwortlich.

 

Die Österreichische Blindenwohlfahrt betreibt das einzige Wohn- und Pflegeheim für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen in Wien – und das bereits seit 1825. Seit Jänner 2015 wird das Pflegeheim in Kooperation zwischen der ÖBW und dem Diakoniewerk Gallneukirchen als gemeinnützige GmbH betrieben. Die Angebote sind zeitgemäß: Im Wohnbereich erfahren Betroffene Unterstützung und Hilfestellung im Alltag. Für BewohnerInnen mit Pflegebedarf wurden zwei Pflegestationen geschaffen und auf der Demenzstation für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen widmet sich das Pflegeteam den Menschen mit dementiellen Erkrankungen. Die MitarbeiterInnen tun dies mit einem hohen Maß an Empathie, gepaart mit der nötigen Kompetenz. Dazu gesellt sich ein Team an ehrenamtlichen MitarbeiterInnen mit vielfältigen Talenten und Fähigkeiten.

Für das Projektkonsortium ist Frau Renate Hrdina tätig.

 

Der Pensionistenverband Österreich, Landesorganisation Wien, im Projekt ILIAS vertreten durch die Bezirksorganisation Rudolfsheim-Fünfhaus, vertritt die Interessen der älteren Generation. Der PVÖ strebt den Generationsvertrag einzuhalten, für alle Generationen gute Lebenschancen zu verwirklichen, sei es im sozialen, gesundheitlichen, wirtschaftlichen und insbesondere im Bildungsbereich. Hilfestellungen werden den Mitgliedern in allen seniorInnenrelevanten Fragen angeboten. Der vielfältige Freizeitbereich umfasst Reisen, gesellige Zusammenkünfte, Sportaktivitäten, ,politische und kulturelle Veranstaltungen.

In der Bezirksorganisation Rudolfsheim-Fünfhaus stehen die „Seniorinnen und Senioren“ im Mittelpunkt. In Diskussionsrunden und Mitbestimmungsprojekten arbeiten die SeniorInnen Vorschläge aus, um den Bezirk seniorInnengerecht zu gestalten und mehr Lebensqualität und Freiräume dorthin zu bringen. Bei regelmäßigen wöchentlichen Veranstaltungen können die Seniorinnen und Senioren durch gemeinsame Ideen, unterstützt durch ein kreatives fachkundiges Betreuerteam, Positives erleben und Freundschaften finden und Kontakte knüpfen.

Für das Projektkonsortium tätig ist Frau Regierungsräting Waltraud Votter.

 

Ein Nachmittag voller Humor im Rahmen des BSVÖ-Projektes VISAL

 

Pfauenfedern, rote Nasen und eine Ukulele auf der einen Seite, Gesang und Gelächter auf der anderen: der Besuch der CliniClowns in der Österreichischen Blindenwohlfahrt (ÖBW) im Rahmen des Projektes VISAL des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Österreich (BSVÖ) wird wohl noch allen Beteiligten länger im Gedächtnis bleiben.

Wer lacht, gibt nicht auf

In Ihrem einstündigen Programm verabreichten die beiden „Doktoren“ den anwesenden Senioren von ÖBW, BSVÖ und dem Pensionistenverband Österreich eine ausgiebige Portion ihrer Lachmedizin – getreu ihrem Motto „Wer lacht, gibt nicht auf!“. Nach dem gemeinsamen Singen und Blödeln gab es noch eine Kaffeejause und die Möglichkeit zum Austausch zwischen Senioren mit und ohne Sehbehinderung. Dieser Austausch soll in Zukunft in regelmäßigen Abständen als Fortführung des auslaufenden Projektes VISAL wiederholt werden.

VISAL Video

Nähere Informationen zum EU-Projekt VISAL erhalten Sie auf der Projekthomepage sowie in den VISAL Videos aus Österreich und Großbritannien, die seit Kurzem ebenfalls auf der Homepage www.visal-project.eu abrufbar sind.

Rückfragehinweis: Mag. Stefanie Steinbauer

 

 

Auszeichnung für VISAL durch Sozialministerium

Bundesminister Hundstorfer überreicht Zertifikat an Projektleiterin Mag. Stefanie Steinbauer

Das Sozialministerium vergibt einmal pro Jahr die Auszeichnung „Good Practice in der Seniorenbildung“. Das Projekt VISAL ist eines der 10 Projekte, die heuer diese Auszeichnung erhielten. Einen großen Teil seines Erfolgs verdankt das Projekt dem Engagement von Projektleiterin Stefanie Steinbauer, Referentin für internationale Zusammenarbeit beim Blinden- und Sehbehindertenverband Österreich (BSVÖ).

Was ist VISAL?

Der Projektname „VISAL“ steht für „Visually Impaired Seniors Active Learning“ bzw. auf Deutsch „Aktives Lernen für Sehbehinderte Senioren“. Das Projekt ist Teil des EU-Programms für lebenslanges Lernen.

Obwohl sie einen zunehmenden Teil der Bevölkerung darstellen, sind Senioren mit Sehbehinderungen eine der Gruppen, die in Bezug auf lebenslanges Lernen am meisten ins Abseits gedrängt werden. Das hindert sie sehr stark an einer aktiven gesellschaftlichen Teilhabe.

Daher wurde im Rahmen von VISAL von britischen und niederländischen Experten in den Bereichen Sehbehinderung und Altern ein Trainingskurs entwickelt, der den spezifischen Lernbedürfnissen älterer sehbehinderter Personen Rechnung trägt. Dieser Kurs wurde in mehreren Ländern – darunter auch Österreich - als Pilotprojekt durchgeführt.

Von Juli 2013 bis Juni 2014 wurden in Klagenfurt, Linz, Salzburg und Wien zahlreiche VISAL-Seminare abgehalten, von denen sich die Teilnehmenden durchwegs begeistert zeigten. Das VISAL-Handbuch steht interessierten Organisationen und Trainern zur Verfügung, um selbständig weitere Kurse durchzuführen.

Mehr über das Projekt erfahren Sie unter http://www.blindenverband.at/home/visal

Verdiente Auszeichnung nach gewissenhafter Prüfung

Von 40 Einreichungen für die Auszeichnung „Good Practice in der Seniorenbildung“ des Sozialministeriums kamen 19 Projekte in die engere Auswahl. Diese wurden dann auf Herz und Nieren geprüft und hinsichtlich verschiedener Kriterien wie Zielgruppe, Nachhaltigkeit, Innovation, Methode, Lerneffekt usw. beurteilt. Dabei nahm eine Vertreterin des Awardprojektes sogar an einer VISAL-Veranstaltung teil, um sich persönlich ein Bild zu machen.

Am 4. November 2014 fand schließlich die Verleihung der Auszeichnungen in der Wiener Urania statt. Die Projekte wurden noch einmal kurz vorgestellt und Bundesminister Rudolf Hundstorfer überreichte persönlich die Zertifikate.

Der BSVÖ gratuliert Frau Steinbauer ganz herzlich!

Für den BSVÖ durfte VISAL-Projektleiterin Stefanie Steinbauer das Zertifikat entgegennehmen. Ihrer hervorragenden und engagierten Arbeit ist es zu verdanken, dass das Projekt zu einem so großen Erfolg werden konnte.

Die Workshops werden den Teilnehmern sicherlich noch lange in sehr guter Erinnerung bleiben. Darüber hinaus konnte mit dem Projekt gleichzeitig Inspiration und Ausgangsbasis für die Unterstützung einer aktiven gesellschaftlichen Teilhabe von Senioren mit Sehbehinderungen geschaffen werden!