Services

Der Blinden- und Sehbehindertenverband bietet umfangreiche Services und Programme. Von Frühförderung bis hin zur Begleitung bei Späterblindung finden Sie hier Antworten auf Ihre Fragen, konkrete Unterstützung und aktive Freizeitprogramme.
Erstberatung
Ob im Alter oder als Kleinkind: Eine Sehbehinderung hat Auswirkungen auf den Alltag, die in den unterschiedlichsten Situationen mehr oder weniger problematisch sind. Der Blinden- und Sehbehindertenverband und seine Landesorganisationen sind seit Jahrzehnten darauf spezialisiert, weiterzuhelfen und Unterstützung zu bieten, und stehen deswegen auch allen als Anlaufstelle zur Seite. Das gilt für Menschen, die eine Sehbehinderung haben oder erblindet sind genauso wie für Familienmitglieder. Denn oft wissen auch Verwandte und Bekannte nicht weiter. In den Landesorganisationen des BSVÖ erfahren Sie, welche Angebote und Möglichkeiten offenstehen und wie es nun weitergehen kann.
Eine Mitgliedschaft ist bei Erstberatungen natürlich keine Voraussetzung.
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Sozialberatung
„Ich habe nach meinem fünfzigsten Geburtstag angefangen, auf einem Auge schlecht zu sehen. Mit dreiundfünfzig war ich auf beiden Augen so gut wie blind, dann ist auch noch eine Mobilitätsbehinderung dazu gekommen. Das war eine unglaublich schwere Zeit für mich“, erzählt Brigitte. „Ich hatte so viele Sorgen und Ängste in mir und keine Ahnung, mit wem ich darüber reden könnte und wer mir weiterhilft.“ In der Sozialberatung fand sie schließlich nicht nur ein offenes Ohr, sondern auch die wichtigen und ersehnten Auskünfte. „Ich habe mich mit der Sozialberaterin sofort gut verstanden. Wir haben viel telefoniert, weil ich auf einmal so gut wie gar nicht mehr mobil war. Sie hat mir als Erstes mit der Beantragung meines Park- und Behindertenausweises geholfen und mich dann an eine Low-Vision-Beraterin weitervermittelt. Später half sie mir bei einigen Anträgen. Das hätte ich alleine nicht geschafft.“ Ein Angebot war dann aber lebensverändernd. „Meine Sozialberaterin hat mir von einer Weiterbildung erzählt und mir geholfen, mich dafür zu bewerben. Ich wurde genommen und konnte mich beruflich verändern. Wäre das damals nicht passiert, würde ich heute wohl ohne Job und ohne Perspektive dasitzen“, fasst es Brigitte nüchtern zusammen.
Sozialarbeiter:innen nehmen sich viel Zeit für die Fragen und Anliegen der Mitglieder und arbeiten vertraulich und lösungsorientiert. Viele verschiedene Bereiche werden in der Sozialberatung behandelt. Zum Beispiel:
- Umgang mit fordernden Lebenssituationen
- Fragen in Bezug auf Arbeitsplatz, Weiterbildung, Ausbildung
- Unterstützung bei Behördenwegen und Anträgen
- Abklärung finanzieller Ansprüche
- Vermittlung von blinden- und sehbehindertenrelevanten Kontakten
- Beratung, wo Informationen zu spezifischen Themen eingeholt werden können (Low-Vision Beratung, O&M Training, Hilfsmittelberatung etc.)
- Abklärung von Rechtsansprüchen zu Pflegegeld
- Unterstützung in Krisensituationen
- Strategien im Umgang mit Sehverlust
Sozialberatung steht blinden und sehbehinderten Mitgliedern, aber auch interessierte Personen und Angehörige von Betroffenen zur Verfügung und wird von verantwortungsbewussten und speziell geschulten Menschen mit viel Herz in den Landesorganisationen angeboten. Informieren Sie sich über Ihre Möglichkeiten, Sozialberatung in Anspruch zu nehmen!
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Orientierungs- und Mobilitätstraining
Wer schon einmal bei einem O&M dabei gewesen ist, weiß, dass es hier nicht um Allgemeinformeln geht, sondern um das individuelle Erarbeiten der eigenen Ziele und Mobilitätswünsche. In einem persönlich abgestimmten Prozess wird gemeinsam mit den Trainer:innen in einem genau zugeschnittenen Programm das trainiert, was im wahrsten Sinne des Wortes zielführend ist: Techniken der Orientierung, Navigationsoptionen und auch konkrete Wege.
Als Walter umzog, musste er seinen Arbeitsweg neu lernen. „Ich bin mit dem Langstock unterwegs und war es gewohnt, nur einige Minuten in die Arbeit zu gehen“, erzählt der späterblindete Walter. „Nach dem Umzug aufs Land musste ich mich damit zurechtfinden, nun auch auf Bus und Bahn angewiesen zu sein. Mein Arbeitsweg ist bedeutend länger und führt auch an einigen Kreuzungen ohne Ampel vorbei.“ Es war ihm wichtig gewesen, den Weg gut einzustudieren, um ihn alleine und sicher bewältigen zu können – und das bei allen Wetterlagen. „Das O&M hat mir sehr geholfen. Meine Trainerin war so geduldig und aufmerksam“, schwärmt Walter, dann lacht er: „Ich habe aber auch schnell gelernt. Schon meinem Partner zuliebe. Ich kann nicht verlangen, dass er mich jeden Tag mit dem Auto zum Bahnhof bringt!“
Informieren Sie sich unverbindlich über die Möglichkeiten, O&M in Ihrer Landesorganisation zu besuchen, und nutzen auch Sie ein Angebot, das das Leben einfacher und sicherer machen kann.
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Hilfsmittelberatung
Sie benötigen passende Hilfsmittel für Alltag oder Arbeitsplatz?
In der Hilfsmittelberatung erfahren Sie, welche Optionen es gibt und was für Sie am besten geeignet ist. Die Bestellung erfolgt in der Regel direkt in den Landesorganisationen.
Veronika bäckt leidenschaftlich gerne und schwört auf die sprechende Lebensmittelwaage. Fündig geworden ist sie vor einigen Jahren, als sie sich in ihrer Landesorganisation an einem Nachmittag in puncto Hilfsmittel beraten ließ. „Es gibt so viele praktische Dinge, die ich wirklich täglich verwende. Sowohl daheim als auch am Arbeitsplatz“, sagt Veronika.
In den letzten Jahren haben sich Hilfsmittelangebot stark verändert. „Es geht immer mehr in Richtung KI-gestützte Hilfsmittel und smarte Alltagshelfer“, fasst es Veronika zusammen. Um up-to-date zu bleiben, erkundigt sie sich regelmäßig in ihrer Landesorganisationen nach den Neuigkeiten. Auch das Einkaufen funktioniert niederschwellig: „Was ich vor Ort nicht kaufen kann, wird für mich bestellt. So einfach ist das.“
Wenn es für einzelne Hilfsmittel auch die Möglichkeit der finanziellen Unterstützung gibt, erfährt sie dies direkt in der Beratung. „Ich habe mir schon wirklich viel Geld gespart“, weiß Veronika.
Ob Freizeit, Studium oder Arbeit, ob notwendige Alltagshilfen oder praktische Helferchen – erkunden Sie sich in Ihrer Landesorganisation nach den Hilfsmittelshops und Katalogen und lassen Sie sich beraten!
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Blindenführhundeberatung
Ist ein Führhund die richtige Wahl?
Gleich vorweg: Blindenführhunde sind kostspielig und es dauert, bis sie zur Verfügung stehen. Damit ein Hund zum offiziell anerkannten Assistenzhund werden kann, muss er sorgfältig ausgewählt und ausgebildet werden. Dann folgen weitere Prüfungen – auch in Kombination mit dem Menschen, der später zum Hundepartner werden soll. Erst wenn alle Prüfungen bestanden sind, kann es zur Zulassung gehen. Für diesen Prozess braucht es erfahrene und gut geschulte Ausbildungsstätten und vor allem eines: viel Geduld.
Wer sich dennoch sicher ist, einen Blindenführhund an seiner Seite haben zu wollen, muss sich auch über die Finanzierungsoptionen informieren. Wer arbeitstätig ist, darf mit anderen Förderungen und Finanzierungshilfen rechnen als Personen, die schon in der Pension sind oder keiner Arbeit nachgehen. Welche Möglichkeiten es für die persönliche Situation tatsächlich gibt, wird Ihnen in der Blindenführhundeberatung erklärt.
Darüber hinaus können Sie sich über folgende Punkte informieren:
- Bin ich als Halter:in überhaupt geeignet?
- Mit welchen Finanzierungshilfen und Förderungen darf ich rechnen?
- Woher kann ich einen Blindenführhund beziehen?
- Mit wem kann ich mich austauschen?
- Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, um einen Blindenführhund zu bekommen?
- Was darf ich mir von einem Blindenführhund erwarten?
- Passt ein Hund überhaupt zu meinen Bedürfnissen, Gewohnheiten und Lebensumständen?
Mit dem Hund ans Ziel
Welche Vor- und Nachteile ein Blindenführhund mit sich bringt und was Sie erwartet, können Sie im persönlichen Gespräch abklären lassen. Wichtig vorab ist auch, dass Blindenführhundebewerber:innen vor der Zusammenschulung ein Orientierungs- und Mobilitätstraining (O&M) abhalten sollten. Auch das können Sie im Gespräch mit der Beratung klären lassen.
Sammeln Sie also Ihre Fragen und lassen Sie sich persönlich und professionell beraten, wenn es um die wertvollen Partner mit den kalten Schnauzen geht!Hier finden Sie Ihre Landesorganisation
Low-Vision-Beratung
„Ich habe gar nicht gewusst, was es alles an Hilfsmitteln gibt“, erinnert sich Anita K. Die Studentin war kurz nach der Matura an einem Auge erblindet und auch das andere Auge verschlechterte sich. „Ich hatte nur meine Brille und eine Lupe. Im Internet bin ich auf die Low-Vision-Beratung in der Landesorganisation aufmerksam geworden und das war wirklich ein Gamechanger.“
Sie machte sich einen Termin aus und lernte im Erstberatungsgespräch, welche Möglichkeiten sie nun hat. „Meine Beraterin machte mir einen Termin zur Abklärung des Sehrestes aus und beriet mich dann zu den Hilfsmitteln, die es so am Markt gibt. Sie hatte eine sehr breite Palette an Optionen für mich und es waren total wichtige Produkte dabei, die mir den Alltag leichter machen.“ Nicht alle Hilfsmittel waren von Anfang an einfach zu benutzen und Anita musste den Umgang erst lernen. „Meine Beraterin nahm sich viel Zeit für mich. Aber jetzt kenne ich mich aus“, lacht die Studentin.
Diese Fragen können in der Low-Vision-Beratung beantwortet werden:
- Wie steht es aktuell um meinen Sehrest?
- Welche Hilfsmittel passen am besten den eigenen Bedürfnissen und Gewohnheiten?
- Wie kann ich die Hilfsmittel, die ich schon besitze, am besten nutzen?
- Wie funktionieren die Hilfsmittel, die für meine Situation am besten geeignet sind?
- Wie kann ich Förderungen beantragen?
- Welche Rehabilitationsmöglichkeiten gibt es?
- Welche Spezialist:innen können mir weiterhelfen?
Informieren Sie sich in Ihrer Landesorganisation zu kommenden Terminen und lassen Sie sich beraten!
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Psychosoziale und psychotherapeutische Angebote
Blindheit und Sehbehinderungen bringen tägliche Herausforderungen mit sich. So individuell sie auch sein mögen, müssen wir aber nicht alleine mit ihnen durch die Welt gehen. Die Landesorganisationen des BSVÖ sind für Sie da und hören zu, vermitteln und beraten, wie es weitergehen kann. In vielen Landesorganisationen haben Sie die Möglichkeit, im Gespräch mit erfahrenen Therapeut:innen und mit Fachpersonal die Probleme, die das Leben stellt, auszusprechen.
Wenn auch Sie das Gefühl haben, gerne mit jemandem reden zu wollen, der Ihnen zuhört, so wenden Sie sich an Ihre Landesorganisation und erkundigen Sie sich nach den Möglichkeiten von Beratungs- und Unterstützungsgesprächen.
Den Kontakt zu Ihrer Landesorganisation finden Sie unter: www.bsv-austria.at oder in der folgenden Auflistung: Zu den Landesorganisationen
Rechtsberatung
Im Rahmen der kostenlosen Rechtsberatung haben Sie die Möglichkeit, Fragen zu stellen und in einer gemeinsamen Analyse des Problems weitere Vorgehensweisen zu erarbeiten.
Der BSVÖ bietet in Kooperation mit der Rechtsanwaltskanzlei Templ seit November 2013 ein kostenloses Beratungsservice für alle seine Mitglieder an. Auch in ausgewählten Landesorganisationen können Sie Rechtsberatung in Anspruch nehmen, Ihre Fragen klären und Wege finden, Ihre Rechte geltend zu machen.
Terminvereinbarung im BSVÖ durch das Bundessekretariat:
Dr. Sonja Loidl
Telefon: +43 1 982 75 84 – 201
Mobil: 0664 188 38 53
Fax: +43 1 982 75 84 - 209
Öffnungszeiten:
Montag: 12:00-18:00
Dienstag: 9:30 – 15:30
Mittwoch: 9:30-15:30
Freitag: 9:30-13:30
Technische Beratung
Unterstützung bei der Wahl der richtigen Hilfsmittel
Die Auswahl an technischen Hilfsmitteln für blinde und sehbehinderte Menschen ist heute größer als je zuvor. Von elektronischen Lupen über Vorlesegeräte bis hin zu speziellen Smartphone-Apps reicht die Palette der Möglichkeiten. Doch nicht jedes Gerät passt zu jeder Sehbeeinträchtigung oder zu jedem Lebensstil.
In der technischen Beratung sehen wir uns mit Ihnen vorab den individuellen Bedarf an und klären auch die Grundsatzfragen: Welche Tätigkeiten im Alltag bereiten Schwierigkeiten? Wie stark ist das Sehvermögen eingeschränkt? Und welche technischen Lösungen könnten helfen? Auf dieser Grundlage können geeignete Hilfsmittel empfohlen und oft auch ausprobiert werden. Ziel ist es, Technologien zu finden, die tatsächlich im Alltag funktionieren und den persönlichen Bedürfnissen entsprechen.
Von Technik-Stammtischen über Hilfsmittelberatung bis hin zur Technikassistenz im Alltag
Die Angebote der Landesorganisationen zur technischen Beratung sind individuell zugeschnitten und helfen, alle Bedürfnisse zu treffen. Ob Sie technische Hilfsmittel für den Alltag, die Freizeit oder den Arbeitsbereich benötigen oder ob Sie Hilfe bei der Bedienung Ihres Smartphones dringend nötig haben – wir sorgen dafür, dass Sie die Unterstützung erhalten, die Sie sich wünschen. Außerdem unterstützen wir Sie bei organisatorischen und finanziellen Fragen. Viele Hilfsmittel sind teuer, weshalb Förderungen durch öffentliche Stellen oder Sozialleistungen eine wichtige Rolle spielen. Die Beratungsstelle informiert über mögliche Zuschüsse, hilft bei der Antragstellung und vermittelt bei Bedarf auch Kontakte zu Hilfsmittelfirmen, bei denen Geräte getestet werden können.
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Hörfilme
Eine Bibliothek für die Ohren
Der Bestand der Hörbücherei des BSVÖ umfasst mehr als 17.000 Werke und reicht von klassischer und moderner Literatur über Sachbücher bis hin zu Kinder- und Jugendliteratur. Was aber nicht alle wissen: Auch Hörspiele – etwa Produktionen des Radiosenders Ö1 – sowie Hörfilme gehören zum Angebot.
Filmgenuss bequem von zu Hause
Auch Hörfilme können über die Hörbücherei ausgeliehen und als DVD per Post nach Hause geschickt. Action, Grusel oder doch romantische Schnulze? Bestellen Sie ihren Favorit-Film einfach telefonisch oder per E-Mail beim Verleih und Sie erhalten die DVD nach Hause geschickt.
Damit dieser Service genutzt werden kann, ist eine Mitgliedschaft bei der Hörbücherei erforderlich. Diese richtet sich an alle Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen kein gewöhnliches gedrucktes Buch lesen können, etwa aufgrund einer Sehbehinderung, einer Lesebehinderung oder anderer Einschränkungen. In der Regel genügt dafür eine entsprechende Bestätigung, etwa durch ein ärztliches Attest oder eine befugte Fachperson.
Jetzt anmelden und bestellen!
Hier geht's zur Webseite der Hörbücherei.
Kontakt:
Telefon: 0043 1 982 75 84-230
E-Mail: verleih(at)hoerbuecherei.at
Frühförderung
Damit hat niemand gerechnet: das eigene Kind verliert das Augenlicht und erblindet nach wenigen Wochen. Dass Familien mit dieser Situation vorerst überfordert sind, ist naheliegend. Wie kann die Zukunft nun aussehen? Was kann getan werden, damit das Kind dennoch Chancen im späteren Leben auf Bildung, Selbstständigkeit und sogar einen gesicherten Arbeitsplatz hat? Mit all diesen Fragen müssen Familien von blinden und sehbehinderten Kindern aber nicht allein dastehen. Frühförderprogramme helfen weiter, vermitteln und spenden Mut.
Frühförderung ist die notwendige Entwicklungsbegleitung und spielerische Förderung für Kinder mit Sehbehinderungen. Sowohl daheim in der vertrauten Umgebung als auch in eigenen therapeutischen Räumen werden Kinder auf den Alltag mit Sehbehinderung vorbereitet und individuell begleitet. Kinder erlernen hier Techniken und Strategien, um möglichst selbstständig und mobil zu sein, lernen Sehhilfen kennen und trainieren ihre lebenspraktischen Fertigkeiten gemeinsam mit Menschen vom Fach.
Aber auch die Beratung der Eltern in allen Fragen rund um das Kind steht im Mittelpunkt der Frühförderung – von der Wahl der Förderwerkzeuge bis hin zur Vermittlung von Trainer:innen, Fachärzt:innen und Optiker:innen. Vor allem aber die Begleitung, Beratung und Unterstützung der Familie im Umgang mit der Behinderung spielt in der Frühförderung eine große Rolle.
Frühförderprogramme werden in ausgewählten Landesorganisationen angeboten. Informieren Sie sich über die Möglichkeiten – die Landesorganisationen vermitteln Ihnen alle relevanten Kontakte!
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Stammtische
Andere Menschen treffen, die wissen, wie es ist. An den Stammtisch-Nachmittagen und -Abenden der Landesorganisationen kommen Mitglieder regelmäßig zusammen. Bei Steffi und Gertrud ist es jetzt über zehn Jahre her, dass sie sich das erste Mal bei einem Stammtisch getroffen haben – seither ist der regelmäßige Besuch schon beinahe Pflicht. „Wir haben uns von Anfang an verstanden“, sagt Steffi, die von Geburt an blind ist. „Ich habe Gertis Lachen gehört und gewusst: Mit der werde ich gut auskommen! Und so war es dann auch.“ Gertrud, die damals aus der Stadt in das große Haus ihrer Tochter gezogen ist, hatte Angst, keinen Anschluss zu finden. „Wenn du nur daheim hockst, versauerst du“, meint die 50-Jährige. „Ich hab mir damals einen Stoß gegeben. Meine Tochter hat mir von der Landesorganisation und dem Stammtisch erzählt und ich bin einmal hin. Zuerst wollte ich nur kurz bleiben, nur auf einen schnellen Kaffee. Aber dann bin ich schnell ins Gespräch mit den anderen am Tisch gekommen. Davon waren zwei blind und eine hatte die gleiche Augenkrankheit wie ich. Außerdem saß da Steffi, mit der ich sofort auf einer Wellenlänge war!“
Die Stammtische der Landesorganisationen sind mehr als bloße Treffen – sie verbinden, ermöglichen den ungefilterten Dialog und bringen Menschen aller Altersklassen an einen Tisch.
Informieren Sie sich in Ihrer Landesorganisation über die nächsten Termine für gemeinsame Treffen und seien auch Sie mit dabei
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Förderungen und Anträge
Unsere Unterstützung bei Förderungen und Anträgen
Wir unterstützen blinde und sehbehinderte Menschen umfassend bei der Abwicklung von Förderungen und Anträgen, da diese Verfahren für viele Betroffene allein nur schwer zu bewältigen sind. Förderlandschaften sind oft unübersichtlich, Zuständigkeiten unklar und Antragsprozesse komplex. Unser Ziel ist es, Orientierung zu geben und den Zugang zu notwendigen Unterstützungsleistungen zu erleichtern.
Unsere konkrete Hilfe
Wir informieren darüber, welche Förderungen und Unterstützungsleistungen infrage kommen und welche Stellen dafür zuständig sind. Gemeinsam mit den Betroffenen klären wir den individuellen Bedarf und unterstützen beim Ausfüllen von Anträgen, beim Zusammenstellen erforderlicher Unterlagen sowie bei der Einhaltung von Fristen.
Dabei übernehmen wir eine wichtige Vermittlungs- und Schnittstellenfunktion zwischen blinden und sehbehinderten Menschen, Förderstellen, Behörden und Hilfsmittelfirmen. Auch bei Rückfragen, Verzögerungen oder Ablehnungen begleiten wir den weiteren Prozess und unterstützen bei Nachbesserungen oder Einsprüchen.
Gemeinsam durch den Dschungel
Viele Antragsverfahren sind nicht nur mühsam, weil sie einiges an Materialien benötigen. Sie sind mitunter auch nicht barrierefrei gestaltet. So kann es schon einmal vorkommen, dass Formulare, Online-Portale oder Informationsmaterialien nur schwer oder gar nicht zugänglich sind. Zusätzlich erschweren komplexe Fachsprache, häufige Änderungen von Richtlinien und lange Bearbeitungszeiten die eigenständige Abwicklung.
Diese lästigen strukturellen Hürden bedeuten für alle, die sich um eine Förderung bemühen oder einen Antrag einreichen müssen eine hohe organisatorische und psychische Belastung. Ohne Unterstützung besteht die Gefahr, dass notwendige Förderungen nicht beantragt oder nicht bewilligt werden – genau deswegen sind wir für Sie da.
Informieren Sie sich in unseren Landesorganisationen zu Beratungsterminen!
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Inklusive Reisen
Mehr Individualreisen, die online zusammengestellt werden können, weniger Reisebüros, die noch eine klassische Urlaubsbuchung übernehmen – das ist nicht die beste Voraussetzung, wenn es ums Buchen und Zusammenstellen der idealen Reise geht. Für blinde und sehbehinderte Menschen ist die
Für blinde und sehbehinderte Menschen, die einen Ausflug oder eine längere Reise an ein neues Ziel unternehmen wollen, ist die Reise meist mit vielen Herausforderungen der Planung und Orientierung verbunden. Inklusiv geplante Gruppen oder auch Individualreisen durch spezialisierte Reisebüros bieten hier ein breites Feld an Optionen. Aber auch der BSVÖ und seine Landesorganisationen organisieren für Mitglieder verschiedene Urlaubsreisen und Ausflüge, die auf die Wünsche der Gäste abgestimmt sind. Natürlich wird hierbei auch an die Begleitung gedacht und dafür gesorgt, dass die Reise für alle ein sicheres und unvergessliches Erlebnis wird! Wer ohne Begleitung mitkommt und sich Assistenz wünscht, kann diese in den meisten Fällen mitorganisieren lassen.
Nähere Infos zu anstehenden inklusiven Reisen finden Sie direkt bei Mag. Stefanie Steinbauer, unter Gemeinsam mehr Reisen oder in Ihrer Landesorganisation!
Schach
Nur etwas für Großmeister:innen?
Schach gilt oft als kompliziert und elitär, weil es auf den ersten Blick schwer verständlich wirkt. Die Figuren haben besondere Zugregeln, und schon nach wenigen Zügen gibt es unzählige Möglichkeiten, wie das Spiel nun weitergespielt werden kann und welche Strategien angewendet werden können. Viele verbinden Schach deshalb mit einer besonderen Gruppe superintelligenter und hochstrategischer Menschen. Auch die Geschichte trägt dazu bei: Früher spielten vor allem Adelige und Gelehrte Schach. Heute ist Schach zwar für alle offen, doch der Ruf, ein Spiel für eine kleine Elite zu sein, hält sich hartnäckig. Dabei hat sich schon lange gezeigt, dass Schach von vielen Menschen mit großer Freude gespielt wird – und das durch alle Altersgruppen.
Für blinde und sehbehinderte Schachfans gibt es inzwischen spezielle Tastschachbretter, die das Spiel unkompliziert möglich machen. Die Figuren stecken in kleinen Löchern, damit sie nicht verrutschen. Dunkle Felder sind leicht erhöht und schwarze Figuren haben eine fühlbare Markierung. So können Spieler das ganze Brett ertasten. Züge werden laut angesagt oder in Brailleschrift notiert. Und genau hier ist auch der Kern der Inklusion: Schach kann gleichzeitig von blinden als auch von sehenden Menschen am gleichen Brett gespielt werden.
Inklusions-Schachopen
Jährlich findet das Inklusions-Schachopen im BSV Wien, Niederösterreich und Burgenland statt. Der BSV WNB, die Wiener Schachrunde und der Verein Blickkontakt veranstalten mit freundlicher Unterstützung von Sponsoren das Inklusions-Schachevent, bei dem Erwachsene, Jugendliche und U18 antreten können.
Wollen auch Sie Teil einer Schachrunde werden, Ihre Schach-Strategien verbessern oder auch einmal nur in das Spiel schnuppern?
Erkundigen Sie sich in Ihrer Landesorganisation nach den Möglichkeiten und nach anstehenden Terminen!
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Darts
Hörbares Ziel
Darts ist mehr, als nur Pfeilchen durch die Gegend zu pfeffern. Nein, hierzu gehört eine ordentliche Portion Geschicklichkeit, Aufmerksamkeit und Konzentration, denn in diesem Geschicklichkeitsspiel müssen alle Sinne zusammenspielen.
Im Darts für blinde und sehbehinderte Spieler:innen ist die Dartscheibe mit taktilen Markierungen versehen, sodass die einzelnen Felder durch Tasten erkannt werden können. Außerdem wird die Mitte, das sogenannte Bullseye, meist durch eine leicht fühlbare Erhöhung oder Vertiefung hervorgehoben.
Ein akustisches System unterstützt die Orientierung zusätzlich. Oft ist oberhalb oder unterhalb der Scheibe ein kleiner Lautsprecher angebracht, der einen gleichmäßigen Ton abgibt, damit die Spieler:innen die Richtung besser einschätzen können.
Gemeinsam in die Mitte treffen
Darts kann in vielen Landesorganisationen des BSVÖ in kleineren oder größeren Gruppen auch gemeinsam mit Menschen ohne Sehbehinderungen gespielt werden, wenn diese etwa mit Augenbinde teilnehmen.
Freuen Sie sich auf Zielschießen mit oder ohne Zielwasser und erkundigen Sie sich in Ihrer Landesorganisation nach dem nächsten Darts-Termin!
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