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BSVÖ: Das Problem mit dem Winterwunderland.

„Let it snow!“, singt Frank Sinatra, und die romantische Vorstellung einer verschneiten Winterlandschaft gehört zur kalten Jahreszeit ebenso dazu wie Tee am gemütlichen Kaminfeuer. Aber nicht für alle herrscht Grund zur Freude, wenn der erste Schnee liegen bleibt. So schön das sanfte Rieseln auch sein mag, für blinde und sehbehinderte Menschen bringt Schnee im urbanen Raum einige Gefahren und Herausforderungen mit sich. Wir haben für Sie zusammengefasst, welche Wege auf’s Glatteis führen und was alle tun können, um sichere Mobilität zu ermöglichen …

 

Navigat
 

Navigationssysteme unter Schnee

Schnee verändert Landschaften und macht aus gekennzeichneten Fahrbahnen und Gehwegen mit einem Mal undefinierbare, weiße Flächen. Viele der Hilfen, die im Alltag Orientierung und Sicherheit geben, funktionieren bei Schnee und Eis nur noch eingeschränkt oder im schlimmsten Fall gar nicht mehr. Bodenleitsysteme mit tastbaren Rillen oder Noppen, die an Haltestellen, Kreuzungen oder Eingängen wichtige Informationen liefern, verschwinden unter Schneedecken, Eis oder auch unter falsch platzierten Schmutzabstreifern. Dadurch gehen entscheidende Orientierungspunkte verloren.

Auch Gehwege und Übergänge sind im Winter deutlich schlechter tastbar. Gehsteigkanten, Stufen oder Absätze sind unter Schnee kaum noch zu erkennen, der Untergrund fühlt sich überall gleich an. Gleichzeitig steigt die Rutschgefahr erheblich: Glatteis oder festgetretener Schnee lassen sich mit dem Langstock nur schwer einschätzen, und die Gefahr, auszurutschen oder zu stolpern, erhöht sich, sobald Hindernisse nicht frühzeitig wahrgenommen werden können.

Geräusche gedämpft

Dazu kommt, dass Schnee Geräusche dämpft und vertraute Orientierungspunkte verändert oder ganz verschwinden lässt. Ein Weg, der sonst sicher und routiniert genutzt wird, kann sich plötzlich fremd und unsicher anfühlen. Viele blinde und stark sehbehinderte Menschen schränken ihre Mobilität deshalb im Winter stark ein oder meiden Wege ganz.

Taktile Leitsysteme versteckt

Nicht nur Eis und Schnee werden zu Barrieren, auch Gegenmaßnahmen können hinderlich werden. Gegen das Ausrutschen auf schneematschigen Eingängen werden gern Schmutzabstreifer ausgelegt – und das geschieht leider nicht selten ohne Rücksicht auf die taktilen Leitsysteme. Wer es gut meint, aber taktile Bodeninformationen mit Teppichen und Schmutzabstreifern abdeckt, tut blinden und sehbehinderten Menschen dadurch einen Bärendienst. Bitte achtgeben, dass Leitsysteme weiterhin ihren Dienst tun können!

Helfen und Orientierung bieten

Gerade in Zeiten, da die Mobilität von allen Verkehrsteilnehmenden durch Schnee, Glatteis und Kälte eingeschränkt ist, ist ein aufmerksamer und rücksichtsvoller Umgang besonders wichtig.

Wer blinde und sehbehinderte Menschen oder auch in ihrer Mobilität unsichere Personen trifft, kann durch das aktive Anbieten von Hilfe einen Unterschied machen. Gemeinsam können so herausfordernde Wege besser und sicherer gemeistert werden. Hilfe höflich anzubieten und bei einer Ablehnung nicht beleidigt zu sein, ist nie falsch!

Bitte sauber halten.

Wichtig ist an Wintertagen mit Schneelage, dass Gehwege, Hauszugänge und Querungen gründlich geräumt werden – nicht nur in der Mitte, sondern auch an Rändern, wo sich häufig Leitsysteme befinden. Schnee darf nicht auf taktilen Bodeninformationen abgeladen werden, sondern soll genau hier gründlich entfernt werden.

Wer Verantwortung für Gebäude, Geschäfte oder Wohnhäuser trägt, sollte regelmäßig prüfen, ob Wege sicher begehbar sind und Leitsysteme frei, tastbar und schneefrei benutzt werden können.

Der BSVÖ wünscht allen, die unterwegs sind, sicher und gut durch die Winterlandschaft an ihr Ziel zu kommen!


ionssysteme unter Schnee

Schnee verändert Landschaften und macht aus gekennzeichneten Fahrbahnen und Gehwegen mit einem Mal undefinierbare, weiße Flächen. Viele der Hilfen, die im Alltag Orientierung und Sicherheit geben, funktionieren bei Schnee und Eis nur noch eingeschränkt oder im schlimmsten Fall gar nicht mehr. Bodenleitsysteme mit tastbaren Rillen oder Noppen, die an Haltestellen, Kreuzungen oder Eingängen wichtige Informationen liefern, verschwinden unter Schneedecken, Eis oder auch unter falsch platzierten Schmutzabstreifern. Dadurch gehen entscheidende Orientierungspunkte verloren.

Auch Gehwege und Übergänge sind im Winter deutlich schlechter tastbar. Gehsteigkanten, Stufen oder Absätze sind unter Schnee kaum noch zu erkennen, der Untergrund fühlt sich überall gleich an. Gleichzeitig steigt die Rutschgefahr erheblich: Glatteis oder festgetretener Schnee lassen sich mit dem Langstock nur schwer einschätzen, und die Gefahr, auszurutschen oder zu stolpern, erhöht sich, sobald Hindernisse nicht frühzeitig wahrgenommen werden können.

Geräusche gedämpft

Dazu kommt, dass Schnee Geräusche dämpft und vertraute Orientierungspunkte verändert oder ganz verschwinden lässt. Ein Weg, der sonst sicher und routiniert genutzt wird, kann sich plötzlich fremd und unsicher anfühlen. Viele blinde und stark sehbehinderte Menschen schränken ihre Mobilität deshalb im Winter stark ein oder meiden Wege ganz.

Taktile Leitsysteme versteckt

Nicht nur Eis und Schnee werden zu Barrieren, auch Gegenmaßnahmen können hinderlich werden. Gegen das Ausrutschen auf schneematschigen Eingängen werden gern Schmutzabstreifer ausgelegt – und das geschieht leider nicht selten ohne Rücksicht auf die taktilen Leitsysteme. Wer es gut meint, aber taktile Bodeninformationen mit Teppichen und Schmutzabstreifern abdeckt, tut blinden und sehbehinderten Menschen dadurch einen Bärendienst. Bitte achtgeben, dass Leitsysteme weiterhin ihren Dienst tun können!

Helfen und Orientierung bieten

Gerade in Zeiten, da die Mobilität von allen Verkehrsteilnehmenden durch Schnee, Glatteis und Kälte eingeschränkt ist, ist ein aufmerksamer und rücksichtsvoller Umgang besonders wichtig.

Wer blinde und sehbehinderte Menschen oder auch in ihrer Mobilität unsichere Personen trifft, kann durch das aktive Anbieten von Hilfe einen Unterschied machen. Gemeinsam können so herausfordernde Wege besser und sicherer gemeistert werden. Hilfe höflich anzubieten und bei einer Ablehnung nicht beleidigt zu sein, ist nie falsch!

Bitte sauber halten.

Wichtig ist an Wintertagen mit Schneelage, dass Gehwege, Hauszugänge und Querungen gründlich geräumt werden – nicht nur in der Mitte, sondern auch an Rändern, wo sich häufig Leitsysteme befinden. Schnee darf nicht auf taktilen Bodeninformationen abgeladen werden, sondern soll genau hier gründlich entfernt werden.

Wer Verantwortung für Gebäude, Geschäfte oder Wohnhäuser trägt, sollte regelmäßig prüfen, ob Wege sicher begehbar sind und Leitsysteme frei, tastbar und schneefrei benutzt werden können.

Der BSVÖ wünscht allen, die unterwegs sind, sicher und gut durch die Winterlandschaft an ihr Ziel zu kommen!

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