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Barrierefrei erklärt!

Barrierefrei getestet: Lieferapps im Check. Lieferando-App öffnen, bestellen, geliefert bekommen?

Digitale Bestellplattformen sind aus dem Alltag vieler Menschen nicht mehr wegzudenken. Für blinde und sehbeeinträchtigte Nutzer:innen können sie den Zugang zu Essen und Dienstleistungen erheblich erleichtern – vorausgesetzt, sie sind barrierefrei gestaltet. Nachdem wir uns die Billa App angesehen haben, folgt nun der zweite Teil unserer Spurensuche: der Test der Lieferando-App.

Was barrierefreie Apps leisten müssen

Die Anforderungen an barrierefreie Apps sind klar: Eine logische Navigation, klare Beschriftungen aller Elemente und eine konsistente Bedienung sind essenziell. Screenreader müssen alle Inhalte korrekt erfassen können, ohne dass wichtige Informationen verloren gehen. Gerade bei Bestell-Apps ist es entscheidend, dass jeder Schritt – von der Auswahl bis zur Bezahlung – eindeutig nachvollziehbar ist.

Praxistest: Die Lieferando-App am iPhone

Lieferando ist als einer der führenden Essens-Lieferdienste in Deutschland und Österreich einer der großen Player. Bestellt wird online. Allein in Deutschland hatte die App im ersten Halbjahr 2025 über 10 Millionen Besucher:innen. Ein Grund mehr, auf allen Ebenen barrierefrei zu sein. Tatsälich wirbt die Lieferando-App auch offiziell mit Barrierefreiheit – und dieser Anspruch bestätigte sich im Test. Nach der Produktsuche werden alle verfügbaren Optionen linear und übersichtlich vom Screenreader vorgelesen. Dadurch lassen sich Speisen und Menüs direkt auswählen, ohne Umwege oder versteckte Elemente.

Alle weiteren Schritte – das Hinzufügen zum Warenkorb, die Auswahl oder Eingabe der Lieferadresse sowie der Abschluss der Bestellung – sind problemlos zugänglich. Sowohl Screenreader als auch Sprachsteuerung funktionieren zuverlässig. Die App bleibt dabei klar strukturiert und gut nachvollziehbar.

Unser Fazit 

Lieferando zeigt, dass konsequent umgesetzte Barrierefreiheit in kommerziellen Apps möglich ist. Der gesamte Bestellprozess ist für Screenreader-Nutzer:innen selbstständig und ohne fremde Hilfe durchführbar.

Gerade im Vergleich zu den aktuellen Veränderungen im Lebensmittel-Lieferservice wird deutlich, wie wichtig solche stabilen, barrierefreien Angebote sind. Barrierefreiheit darf kein Zusatz sein, sondern muss als Grundanforderung verstanden werden – von der ersten Entwicklung bis zu jedem Update.

Nur so können digitale Bestelllösungen langfristig dazu beitragen, selbstbestimmtes Einkaufen und Bestellen für alle Menschen zu ermöglichen – unabhängig davon, wie sich der Markt weiterentwickelt.

Ihre Erfahrung gefragt

Haben Sie ähnliche oder andere Erfahrungen mit der Nutzung von Lieferapps gemacht? Erzählen SIe uns davon: pr@blindenverband.at 

 

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