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Audiodeskription, fixe Tonspur im ORF. Abbildung eines Fernsehgeräts mit ORF Logo und dem Zeichen für AD

Erfreuliche Neuerungen beim ORF: fixe Tonspur für Audiodeskription

Audiodeskription erschließt Film und Fernsehprogramm für ein blindes und sehbehindertes Publikum, indem die Bildebene in gesprochenen Text verwandelt wird. Der ORF hat der Tonspur, die die Audiodeskription sendet, nun einen fixen Platz zugewiesen. Das soll es einfacher machen, die richtige Spur zu finden, denn bei entsprechender Voreinstellung sei die akustische Bildbeschreibung nun automatisch zu hören, sofern sie angeboten wird.

Der BSVÖ begrüßt die Verbesserung, die neben der Festlegung der Tonspuren auf fixe Plätze nun auch eine zusätzliche Tonspur mit klarer, besonders gut verständlicher Sprache eingeführt hat. Maßnahmen zur Förderung der Barrierefreiheit zu setzen, ermöglicht eine breitere gesellschaftliche und kulturelle Teilnahme und stellt nicht zuletzt den besseren Zugang zu Information sicher. Der BSVÖ, der selbst im Expert:innenrat des ORF vertreten ist, plädiert aber weiterhin dafür, in den Ausbau der gesendeten Programmstunden mit Audiodeskription und an weiteren Maßnahmen zur Förderung der Barrierefreiheit zu investieren, um hier möglichst vielen Menschen die Partizipation zu ermöglichen.

Nach Angaben des ORF stehen derzeit rund 4.000 Stunden Audiodeskription pro Jahr zur Verfügung – das entspricht etwa elf Stunden täglich. Angeboten wird sie vor allem bei Filmen und Serien sowie bei Live-Sportübertragungen. Im Hauptabendprogramm von ORF 1 und ORF 2 zwischen 19.00 und 22.00 Uhr verfügen bereits mehr als 80 Prozent der dafür geeigneten Sendungen über Audiodeskription.

Die neuen Tonspuren umfassen in der nun zugewiesenen Reihenfolge den Hauptton in Dolby Digital auf Platz 1, Audiodeskription auf Platz 2, den Originalton auf Platz 3 und Klare Sprache auf Platz 4.  

Quelle: Presseaussendung des ORF: Neue TV-Tonspuren verbessern Barrierefreiheit und bieten Originalton (29.09.2026)