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BSVÖ im Fokus

Sprachassistenz im smart home bsvö

BSVÖ im Fokus: Das smarte Zuhause. Die Macht der Worte. Sprachsteuerung im smarten Heim.

Man könnte sich ein wenig fühlen wie Harry Potter. Ein Zauberspruch genügt, und es wird Licht. Oder warm im Raum. Oder die Jalousien fahren herunter … dass es sich hierbei nicht um Zauberei handelt, sondern um moderne Technik in Form von Sprachsteuerung, macht die Angelegenheit auch für blinde und sehbehinderte Menschen attraktiv. Im Smart Home ist sie integraler Bestandteil. Aber hält sie auch, was sie verspricht?

„Licht an.“ Zwei Wörter, und der Raum wird hell. „Wie warm ist es im Wohnzimmer?“ Eine kurze Frage – und schon kommt die Antwort. „Stelle die Heizung auf 22 Grad.“ Erledigt.

Sprachsteuerung verbindet uns auf einem neuen Level mit den Gerätschaften im smarten Zuhause und bringt gerade für blinde und sehbehinderte Menschen so manche Vorteile, denn nicht alle Haushaltsgeräte sind auch tatsächlich so einfach zu bedienen. Wo Touchscreens taktile Bedienelemente ersetzen, wachsen sozusagen die Barrieren aus Kaffeeautomat, Waschmaschine und Geschirrspüler. Leider sind nach wie vor die meisten der nicht barrierefreien Haushaltsgeräte auch nicht durch Sprachsteuerung zu erreichen. In vielen Bereichen des smarten Zuhauses aber kann sie schon sinnvoll zum Einsatz kommen. 

Ein Sprachassistent kann Licht, Heizung, Fernseher oder Jalousien steuern, ohne dass zunächst das richtige Gerät gefunden und anschließend das richtige Bedienfeld aktiviert werden muss. Doch Bedienung ist nur die halbe Geschichte. Denn was nützt der Befehl „Licht aus“, wenn man anschließend nicht weiß, ob das Licht tatsächlich ausgegangen ist?

Gerade hier spielt Rückmeldung eine wichtige Rolle. Sprachassistenzsysteme, die die Ausführung von Befehlen bestätigen und auch Auskunft über den derzeitigen Zustand geben, bringen Sicherheit, ob Türen und Fenster verschlossen, das Licht an oder aus und sich die Heizung am Abend abdrehen wird.  

Wenn das Haus „mitdenkt“

In manchen Fällen braucht es aber keine Sprachsteuerung. Bewegungs- und Präsenzsensoren können erkennen, ob jemand einen Raum betritt, und automatisch das Licht einschalten. Abhängig von Tageszeit oder vorhandener Helligkeit lässt sich die Beleuchtung entsprechend anpassen.

Gerade für Menschen mit Sehbeeinträchtigung kann eine gut ausgeleuchtete Umgebung entscheidend sein. Gleichzeitig entfällt die Bedienung des Lichtschalters, was in vielen Fällen Komfort bringen kann. 

Auch an der Wohnungstür kann digitale Technik aus visuellen Informationen Hörbares machen. Eine intelligente Türklingel kann melden, dass jemand vor der Tür steht. Kameras oder Sensoren können – je nach System – die Anwesenheit einer Person oder eines Fahrzeugs erkennen und daraus eine akustische Meldung erzeugen. Ein bekanntes Fahrzeug etwa könnte angekündigt werden.

Dasselbe Prinzip funktioniert bei motorbetriebenen Jalousien, Fenstern oder Türen. Sie lassen sich per Sprachbefehl, App oder automatisch steuern, was nicht nur Wege erspart, sondern auch schwer erreich- oder bedienbare Elemente des Hauses ansteuert. Aber Obacht: Natürlich ist es notwendig, Fenster, Türen etc. entsprechend auszustatten. Ein Fenster, das sich nun eben per Hand mechanisch öffnen lässt, muss erst mit Motor oder speziellen Schlagsystemen ausgestattet werden, bevor es ferngesteuert werden kann. Dies gilt prinzipiell für alle Elemente des smarten Zuhauses. Sind diese Grundlagen aber erst einmal gegeben, sind die Möglichkeiten aber groß. 

Ist Sprachsteuerung gut installiert und mit den entsprechenden Apps und Gerätschaften verknüpft, kann sie dazu führen, dass Barrieren im Eigenheim abgebaut werden und die Selbstbestimmung wächst. Das wäre nicht notwendig, wenn Haushaltsgeräte und Bedienelemente wie an Thermostaten und Gasthermen, an Weißwaren und Elektrogeräten von Anfang an konsequent barrierefrei gestaltet wären. So kann Sprachsteuerung in einigen der bis dahin nicht zugänglichen Bereiche im smarten Zuhause eine Bedienbarkeit ermöglichen, die für blinde und sehbehinderte Menschen bis dahin einfach nicht gegeben war. Im besten Fall bringt sie so größere Selbstbestimmung und – nicht zuletzt auch nicht unbedeutend – neuen Komfort mit sich. 

BSVÖ im Fokus: Das smarte Zuhause. Die Macht der Worte. Sprachsteuerung im smarten Heim.

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