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Screenreader

Autonomes Arbeiten am Computer

Ein Screenreader (wörtlich übersetzt „Bildschirm-Leser“) ist eine Software, die blinden und sehbehinderten Menschen die komplett selbständige Nutzung des Computers ermöglicht. Der Screenreader übersetzt Textinformationen, die über den Bildschirm ausgegeben werden, so, dass sie entweder über eine Sprachausgabe akustisch oder über die Braillezeile taktil wahrnehmbar werden. Gängige Screenreader sind zum Beispiel Cobra, Jaws, Voiceover oder Window Eyes. Besonders in der heutigen Zeit, in der Texte ohne großen Aufwand digital verfügbar gemacht werden können und ein Großteil der schriftlichen Kommunikation über Internet und E-Mail erfolgt, bedeutet das eine wesentliche Errungenschaft hinsichtlich einer gleichberechtigten Teilhabe blinder und sehbehinderter Menschen in vielen Lebensbereichen wie Ausbildung, Beruf und Freizeit. Auch die Nutzung von Geräten mit Touch Screen (z.B. Smartphones oder Tablets) wurde mithilfe von Screenreader-Software für blinde Menschen zugänglich.

6 Tipps für Screenreader-taugliche Dokumente

Die Voraussetzung dafür ist, dass digitale Medien wie Internetseiten, E-Mails, Textdokumente etc. so gestaltet sind, dass sie für den Screenreader auch interpretierbar sind. Um diese Voraussetzungen zu schaffen, können auch Sie Ihren Teil beitragen! Beachten Sie dafür zumindest die folgenden sechs einfachen Punkte:

  1. Machen Sie alle Informationen als Text verfügbar.
  2. Nutzen Sie bei der gemeinsamen Bearbeitung eines Elementes nicht unterschiedliche Farben zur Kennzeichnung Ihrer Änderungen, Ergänzungen usw. Auch im Überarbeitungsmodus eines Textverarbeitungsprogramms eingefügte Änderungen oder Kommentare sind für blinde Menschen oft nicht gut nutzbar.
  3. Wenn Sie Bilder verwenden, die relevante Informationen enthalten, stellen Sie immer gleichzeitig Alternativtexte zur Verfügung, in denen beschrieben ist, was auf dem Bild zu sehen ist.
  4. Benennen Sie bei Websites alle Elemente so, dass daraus eindeutig ersichtlich ist, wozu sie dienen (z.B. wohin ein Link führt oder welche Funktion ein Button hat).
  5. Wenn Sie Textdokumente in Word oder einem ähnlichen Textverarbeitungsprogramm erstellen, nutzen Sie die Formatfunktionen des Programms (Gliederungsebenen, Verzeichnisse etc.). Dadurch wird es möglich, mit dem Screenreader im Text zu navigieren.
  6.  Stellen Sie Dokumente immer möglichst im Word-Format zur Verfügung. Achten Sie darauf, sie nicht in der neuesten Version abzuspeichern, da das Dokument sonst für jene Personen nicht lesbar ist, die selbst nicht die aktuellste Software haben. Beachten Sie, dass Bilddateien für blinde Menschen keine brauchbaren Informationen enthalten. Wenn Sie ein Dokument als PDF-Datei abspeichern, achten Sie immer darauf, dass der Text auch tatsächlich als Text enthalten ist! Sie können das grob überprüfen, indem Sie versuchen, den Text auszuwählen und in ein Word-Dokument zu kopieren. Ist der Text dort einwandfrei lesbar, stehen die Chancen gut, dass das Dokument auch mit dem Screenreader gut lesbar ist.
     

Nähere Informationen

Detailliertere Informationen für die Erstellung barrierefreier Dokumente finden Sie auf der Homepage der Europäischen Blindenunion. Zum Download haben wir für Sie die "Clear print guidelines" der EBU am Ende dieses Artikels.

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